Hast du schon mal eine Hausanzeige in einer Zeitschrift gesehen und dich gefragt: „Ist das echt?“ Genau diesen Effekt solltest du versuchen, mit deinen eigenen Fotos zu erreichen. 83 % der Käufer sagen, dass die Bilder entscheidend dafür sind, welche Häuser sie sich anschauen.
Studien zeigen, dass professionelle Fotos dazu führen können, dass deine Immobilie 32 % schneller verkauft wird als mit minderwertigen Bildern.
Namaste Suites, Santorini | Innenarchitektur von Lime Deco | Foto von George Fakaros
1. Kenn deine Verkaufsargumente
Ist dein Haus gut für Reisende geeignet? Ist es ideal für Familien, Singles oder Haustiere? Ist es für digitale Nomaden in Griechenland oder für Paare, die ihre Flitterwochen verbringen möchten? Bevor du Fotos machst, überleg dir, welche Geschichte du beim Verkauf deines Hauses erzählen möchtest.
2. Entrümpeln und aufräumen
Das mag selbstverständlich klingen, aber überraschenderweise überspringen manche Leute diesen Schritt. Räum dein Haus auf, bevor du überhaupt daran denkst, dein Stativ auszupacken. Bereite dich vor, als würdest du eine Besichtigung veranstalten – reinige Oberflächen, entferne Unordnung, wasch dein Geschirr und mach die Betten. Du denkst vielleicht, dass das selbstverständlich ist, aber glaub uns – wir haben schon alles gesehen! Zeig keine Familienfotos oder persönliche Gegenstände, weil potenzielle Käufer sich dann nur schwer vorstellen können, dass es ihr eigener Raum ist.
3. Mach einen guten ersten Eindruck
Das Rasenmähen, Reinigen des Eingangsbereichs, Zurückschneiden von Büschen oder Bäumen und Entfernen von Fahrrädern aus der Einfahrt sind einfache Möglichkeiten, dein Haus auf den ersten Blick attraktiv zu machen. Fülle leere Blumentöpfe mit Blumen, um noch einen Schritt weiter zu gehen.
Ein heller, luftiger Raum ist attraktiver als ein dunkler Kellerraum. Natürliches Licht ist immer besser als künstliches Licht. Öffne die Jalousien und mache Fotos während des Tages. Nimm gegebenenfalls die Vorhänge ab oder mache Fotos mit einer längeren Belichtungszeit.
5. Wähle einen Weitwinkel
Wähle einen Winkel, der den Raum so groß wie möglich einfängt. Verzerre nichts, aber benutze ein Weitwinkelobjektiv, wenn du eins hast. Stell dich für beste Ergebnisse in die Ecke des Raumes. Als Faustregel gilt: Verwende keinen Hochformatmodus. Der Querformatmodus erfasst einen größeren Bereich.
6. Halte die Kamera waagerecht
Überraschenderweise weisen 50 Prozent der Immobilien, die für über 1 Million Euro auf dem Markt sind, Fotos von schlechter Qualität auf. Potenzielle Hauskäufer mögen keine schrägen Fotos, egal wie schön das Haus ist. Überprüfe den Bildausschnitt, bevor du mit dem Fotografieren beginnst.
Wähle deine besten Bilder für Immobilienportale im Internet oder für Miniaturansichten aus. Der erste Eindruck ist für potenzielle Käufer entscheidend.
8. Setze auf Vielfalt
Mach Fotos aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. Du wirst zwar nicht jedes Bild verwenden, aber mit mehr Optionen bist du flexibler. Such die besten Aufnahmen aus und zeig nicht zu viele Bilder. Wenn du mehr Fotos zeigst, als potenzielle Käufer sehen wollen, kann das sogar negativ wirken. Zeig keine Bilder von Treppen, Gegensprechanlagen oder Bereichen, die niemanden dazu bringen, dein Haus zu besuchen.
9. Mach Fotos zur goldenen Stunde
Versuche, Außenaufnahmen während der goldenen Stunde zu machen – entweder kurz vor Sonnenaufgang oder unmittelbar nach Sonnenuntergang. Das ist besonders wichtig in Griechenland, wo die Sonne während der Hitze des Tages sehr intensiv sein kann. Wir wissen, dass du dann nicht selbst am Strand spazieren gehen und den Sonnenuntergang genießen kannst ... aber vertrau uns, es lohnt sich!
10. Geh mit deinem Haustier spazieren
Als Faustregel gilt, dass du dein Haustier nicht auf Immobilienfotos zeigen solltest. Wir alle lieben unsere Haustiere, aber es ist besser, ihnen ihre Zeit im Rampenlicht für Instagram aufzuheben.
Namaste Suites, Santorini | Innenarchitektur von Lime Deco | Foto von George Fakaros
Gehen Sie die Extrameile
Jede zusätzliche Anstrengung, die du unternimmst, trägt dazu bei, dass dein Haus schneller und zu einem höheren Preis verkauft wird. Wenn du die Möglichkeit hast, Luftaufnahmen zu machen, nutze diese. Häuser mit Luftaufnahmen verkaufen sich 68 % schneller. Wenn du dein Angebot wirklich von der Masse abheben möchtest, nutze Videoinhalte. Immobilienangebote mit einem Video erhalten im Durchschnitt 403 % mehr Anfragen als Angebote ohne Video.
HDR-Fotografie
HDR steht für „High Dynamic Range“ (hoher Dynamikumfang) und versucht, die Art und Weise nachzuahmen, wie das menschliche Auge eine Umgebung wahrnimmt. Jedes Detail einer Szene wird realistischer dargestellt. HDR wird häufig in der Innen- und Architekturfotografie eingesetzt.
HDR-Fotos sind einzigartig, weil du sowohl die dunkelsten als auch die hellsten Bereiche in deinem Bild einfangen kannst. Mit anderen Worten: Ein einziges Bild erfasst einen großen Beleuchtungsbereich. Das erreichst du, indem du 4 Belichtungen miteinander kombinierst. Tutorials zur HDR-Fotografie in Photoshop sind online verfügbar und können deine Immobilienfotografie auf ein neues Niveau heben.