„Das deutlich nachlassende Interesse von Käufern außerhalb der EU am Erwerb einer Aufenthaltsgenehmigung ist darauf zurückzuführen, dass Immobilien, die im Rahmen des Golden-Visa-Programms erworben wurden, nicht für Kurzzeitvermietungen genutzt werden dürfen. Dadurch verlieren sie an Investitionswert“, sagt Elxis-CEO Giorgos Gavriilidis. Ein weiterer abschreckender Faktor ist die Anhebung der Mindestinvestitionsschwelle auf 800.000 Euro, die nun nicht nur in Attika und im Zentrum von Thessaloniki gilt, sondern auch auf allen größeren Inseln mit mindestens 3.100 Einwohnern.
Daher hat sich das Profil der Käufer, die Immobilien in Griechenland erwerben, verändert. Die Zahl der Käufer, die in erster Linie aus Investitionsgründen handeln, ist zurückgegangen. Nach Angaben von Elxis hat in den letzten Jahren die „Attraktivität“ von Plattformen für Kurzzeitvermietungen in Verbindung mit der durch das Programm angebotenen Aufenthaltsgenehmigung viele Käufer angezogen, vor allem jüngere Personen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren, deren Hauptaugenmerk auf der Investition liegt. Diese Käufer erwarben in der Regel Ferienhäuser und Zweitwohnsitze in Attika und Thessaloniki, zunächst zur Erzielung von Einnahmen und später zur gelegentlichen persönlichen Nutzung.
Nach den jüngsten Änderungen am Golden-Visa-Programm ist dieses Segment zurückgegangen, während der Anteil „traditionellerer“ Käufer auf dem griechischen Markt gestiegen ist. „Menschen im Alter von 45 bis 60 Jahren aus Westeuropa, die ihr Geld in ihren Heimatländern nicht ohne Weiteres investieren können und sich dem Ruhestand nähern oder bereits im Ruhestand sind, bilden nun die Kerngruppe der Käufer“, stellte Herr Gavriilidis fest. Was das Golden-Visa-Programm betrifft, so scheint es nun vor allem Rentner anzuziehen, insbesondere bei Immobilien im Bereich um die 400.000-Euro-Schwelle, die für Ferienhäuser außerhalb der beiden großen Ballungszentren und der großen Inseln gilt.