Wie wird sich das öffentliche Verkehrssystem von Thessaloniki verändern?
Der öffentliche Nahverkehr in Thessaloniki wird von einem reinen Bussystem zu einem umfassenden Dual-Netzwerk-Modell übergehen, das sowohl Busse als auch die U-Bahn integriert. Dies wird die Pendlergewohnheiten neu gestalten und die Abhängigkeit vom Auto verringern, wodurch der starke Straßenverkehr, der die Stadt seit Jahren belastet, entlastet wird. Ausgestattet mit 18 fahrerlosen Zügen (die aus Sicherheitsgründen von Zugbegleitern überwacht werden) kann die Haupt-U-Bahn-Linie pro Stunde 18.000 Fahrgäste in jede Richtung befördern. Bei einer prognostizierten Gesamtkapazität von 254.000 Fahrgästen pro Tag wird erwartet, dass diese Zahl mit der schrittweisen Einführung von 15 weiteren Zügen auf 350.000 ansteigen wird.
Wie hat die Archäologie das U-Bahn-Projekt in Thessaloniki beeinflusst?
Beim Bau der U-Bahn wurde eine Fundgrube antiker Artefakte freigelegt, was zu erheblichen Verzögerungen führte, aber auch eine antike Stadt unter der modernen Stadt zum Vorschein brachte. Zu diesen Funden gehören spätrömische und frühbyzantinische Infrastruktur, wie Überreste der Decumanus-Straße, einer Ost-West-Verkehrsader, sowie zahlreiche Münzen, Töpferwaren und Artefakte aus Glas, Eisen, Bronze, Marmor und Knochen. Um diese Funde zu würdigen und zu bewahren, werden die Antiquitäten in der Station Venizelos ausgestellt, wodurch dieser Verkehrsknotenpunkt in ein einzigartiges Museum verwandelt wird, das Thessalonikis antike Vergangenheit mit seinen heutigen Errungenschaften verbindet.