Wohnungsbauförderung
Die griechische Regierung kündigte im September 2022 ein neues 1,8-Milliarden-Euro-Wohnungsbaupaket an, das 137.000 Griechen helfen soll. Es umfasst beispielsweise Zinszuschüsse für Wohnungsbaudarlehen für junge Menschen, Zuschüsse für energetische Sanierungen, höhere Wohnbeihilfen für Studierende sowie ein Programm zur Umwandlung leerstehender Gebäude in Wohnraum.
Lösungen für Studierende
Für Studierende, die es angesichts hoher Mieten verständlicherweise schwerer haben, eine Unterkunft zu finden, kündigte die Regierung den Bau von Studentenwohnheimen in Thrakien, Westmakedonien, Thessalien, Westattika und auf Kreta an. Diese Wohnheime werden insgesamt mehr als 8.000 Betten bieten und sollen bis 2027 fertiggestellt sein.
Nutzung leerstehender Häuser
Andreas Chiou, Präsident des Panhellenischen Verbandes der Immobilienverwalter (PASYDA), merkt an: „In Athen gibt es 120.000 geschlossene Wohnungen, die nicht genutzt werden und die im Rahmen der Wohnungspolitik genutzt werden könnten.“ Aus der letzten Volkszählung von 2011 wissen wir, dass 35 % aller Immobilien in Griechenland leer standen. Die Unabhängige Behörde für öffentliche Einnahmen (IAPR) zählt 770.000 leerstehende Häuser in Griechenland.
Alexis Patelis, der Chef-Wirtschaftsberater des Premierministers, sagt: „Eine bessere Nutzung leerstehender Immobilien ist ein entscheidender Punkt bei der Lösung von Wohnungsproblemen.“ Er fügt hinzu: „Griechenland hat die höchste Anzahl an Wohnungen pro Kopf unter den OECD-Ländern. Die Preise werden niedrig gehalten, wenn das Angebot ankurbelt.“ Mit anderen Worten: Wenn mehr Wohnungen verfügbar sind, wird der Durchschnittspreis pro Wohnung sinken.