Eurostat-Daten zeigen: Kurzzeitvermietungen in Griechenland verzeichnen starkes Wachstum

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22.01.2026

Eva Karolidou

Kurzzeitvermietungen in Griechenland verzeichnen weiterhin eine starke Dynamik und bestätigen damit die Position des Landes als einer der dynamischsten Beherbergungsmärkte Europas. Laut den neuesten Eurostat-Daten verzeichnete Griechenland im Jahr 2025 ein zweistelliges Wachstum bei den Übernachtungszahlen und übertraf damit die meisten großen EU-Tourismusdestinationen.


Über die nationale Entwicklung hinaus bieten regionale Daten wertvolle Einblicke, wo sich die Nachfrage konzentriert und wo sich neue Chancen abzeichnen.

Starkes Wachstum in ganz Griechenland im Jahr 2025

Zwischen Juli und September 2025 verbrachten Gäste mehr als 29 Millionen Übernachtungen in Kurzzeitmietobjekten in ganz Griechenland, was einem Anstieg von 12,3 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024 entspricht. Unter den meistbesuchten Ländern Europas erzielten in diesem Zeitraum nur Griechenland und Deutschland ein zweistelliges Wachstum. Auch


auf EU-Ebene legten Kurzzeitvermietungen deutlich zu: Im dritten Quartal 2025 wurden auf den Plattformen von Airbnb, Booking und Expedia fast 398 Millionen Übernachtungen verzeichnet – ein Anstieg von 8,7 % gegenüber dem Vorjahr. Das bestätigt, dass die Nachfrage nach flexiblen Unterkünften im Stil eines Privathaushalts in ganz Europa weiterhin stark ist.

Attika führt den griechischen Markt für Kurzzeitvermietungen an

Auf regionaler Ebene behielt Attika in Zentralgriechenland seine führende Position im Land bei und verzeichnete im zweiten Quartal 2025 etwas mehr als 3 Millionen Übernachtungen. Die Region profitiert weiterhin von der wachsenden Attraktivität Athens als ganzjähriges Reiseziel, unterstützt durch Kultur, Gastronomie und eine verbesserte Infrastruktur.


Kurzzeitvermietungen in Attika ziehen zunehmend Besucher mit höherem Ausgabeverhalten an, die urbane Erlebnisse in Kombination mit einer guten Anbindung an die griechischen Inseln suchen. Dieser Wandel stärkt Athens Rolle als erstklassiges Ziel für Kurzaufenthalte und nicht mehr nur als rein saisonaler Markt.

Die Ägäischen Inseln führen die Nachfrage in der Hochsaison an

Nach Attika zeigten die Ägäischen Inseln die stärkste Entwicklung und verzeichneten im Zeitraum April bis Juni 4.943.518 Übernachtungen. Das ist eine beeindruckende Zahl und spiegelt wider, wofür sich viele Reisende derzeit entscheiden: ikonische Insellandschaften, einfacher Zugang zu Stränden und ein „Ferienhaus“-Erlebnis, das Hotels nicht immer bieten können.

Für Eigentümer bleibt die Ägäis ein Markt, auf dem Lage und Aussicht wichtiger denn je sind. Immobilien in Meeresnähe, in fußgängerfreundlichen Orten oder mit Außenbereich ziehen tendenziell hochwertigere Buchungen und Stammgäste an.

Kreta behauptet seinen Platz als zuverlässiger Allrounder

Kreta folgte mit 2.388.501 Übernachtungen und zeigte damit einmal mehr, warum es eine der beständigsten Regionen Griechenlands für Kurzaufenthalte und Immobilieninvestitionen ist. Die Insel profitiert von guten Flugverbindungen, langen Saisonen und einer Vielfalt an Lebensstilen – von Strandresorts über Bergdörfer bis hin zu lebhaften Städten.

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Kretas Vorteil ist seine Flexibilität: Die Insel eignet sich sowohl für klassische Sommerurlaube als auch für Besucher in der Nebensaison, die gutes Essen, Natur und ein gemächlicheres Tempo suchen. Für alle, die eine Region suchen, die sich weniger wie ein „Ein-Saison-Reiseziel“ anfühlt, sticht Kreta weiterhin hervor.

Die Ionischen Inseln und Zentralmakedonien bleiben stark

Die Ionischen Inseln verzeichneten 2.222.822 Übernachtungen und bestätigten damit ihre anhaltende Beliebtheit. Sie sind ein Favorit für Reisende, die grüne Landschaften, ruhiges Wasser und eine entspanntere Inselatmosphäre suchen. Die Nachfrage ist in bekannten Orten tendenziell stark, aber auch das weitere ionische Gebiet profitiert von Menschen, die nach Alternativen zu den überlaufenen Hotspots suchen.

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Unterdessen verzeichnete Zentralmakedonien in Nordgriechenland 1.482.214 Übernachtungen, was vor allem auf die wachsende Beliebtheit von Thessaloniki als Ziel für Städtereisen sowie auf die gute Erreichbarkeit der Strände und der Naturlandschaft in der Region zurückzuführen ist. Die Kombination aus Stadt und Meer gewinnt immer mehr an Beliebtheit, besonders bei Wochenendausflüglern und für Kurzurlaube.

Nordgriechenland und „versteckte“ Regionen holen auf

Eine der interessantesten Erkenntnisse aus den Eurostat-Daten ist, dass Nordgriechenland 2.069.876 Übernachtungen verzeichnete, während auch weniger bekannte Regionen wie Zentralgriechenland, Westmakedonien, Thessalien und Epirus starke Besucherzahlen vorweisen konnten. Das ist wichtig, weil es einen Wandel signalisiert: Griechenland wächst nicht nur an den offensichtlichen Orten. Immer mehr Reisende entdecken Regionen, die authentischer wirken, weniger überlaufen sind und oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, besonders außerhalb der Monate Juli und August. Für Immobilienbesitzer kann das eine ausgewogenere Nachfrage bedeuten, nicht nur einen kurzen Sommeranstieg.

Was diese Zahlen für Immobilienbesitzer und Käufer bedeuten

Diese Daten sind nicht nur touristische Trivialitäten – sie liefern einen nützlichen Überblick darüber, wo sich die Nachfrage konzentriert und wie sie sich entwickelt. Hier ist, was das Wachstum der Kurzzeitvermietungen in Griechenland konkret bedeuten kann:


– Städtereisen nehmen zu: Athen und Attika profitieren von einer ganzjährigen Nachfrage und Besuchern mit höherer Kaufkraft.

– Inseln bleiben besonders beliebt: Die Ägäis liegt weiterhin an der Spitze, vor allem dort, wo das Angebot begrenzt und die Nachfrage global ist.

– Längere Saisonen sind wichtig: Kreta (und Teile des Festlands) können auch weit über den Sommer hinaus gut abschneiden.

– Neue Regionen kommen ins Spiel: Gebiete wie Epirus und Thessalien gewinnen an Aufmerksamkeit, da Reisende nach ruhigeren, naturverbundenen Zielen suchen.

Natürlich hängt die Performance immer von den Grundlagen ab: Zustand der Immobilie, Lage, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und professionelles Management. Aber insgesamt ist der Trend klar: Die Nachfrage wächst und verteilt sich immer breiter über das Land.


Mit zweistelligem Wachstum und starker regionaler Performance bleiben Kurzzeitvermietungen in Griechenland einer der dynamischsten Bereiche der gesamten Tourismus- und Wohnungslandschaft des Landes. Attika ist führend, die Inseln dominieren weiterhin die Spitzennachfrage, und Regionen jenseits der üblichen Hotspots beginnen, von den sich wandelnden Vorlieben der Reisenden zu profitieren. Wenn sich diese Dynamik fortsetzt, könnte 2026 ein weiteres starkes Jahr werden, insbesondere für Eigentümer, die auf Qualität, ganzjährige Nutzbarkeit und das Gästeerlebnis setzen.

Athen & Thessaloniki: Neue Beschränkungen für Kurzzeitvermietungen 

Auch wenn Kurzzeitvermietungen in Griechenland weiter zunehmen, verschärft die Regierung in den größten Städten die Vorschriften, um das Angebot an Langzeitwohnungen zu schützen. Im Zentrum von Athen wurde das Verbot der Registrierung neuer Kurzzeitvermietungen in den Stadtbezirken 1, 2 und 3 bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Bereits registrierte Angebote können weiter betrieben werden, neue Einträge im Register sind jedoch gesperrt. Verstöße können hohe Strafen nach sich ziehen, beginnend bei 50 % der Einnahmen mit einem Mindestbetrag von 20.000 €, der bei Wiederholungstaten auf mindestens 40.000 € steigt.


In Thessaloniki haben die Behörden ebenfalls Pläne signalisiert, ähnliche Beschränkungen auf das Stadtzentrum auszuweiten, was denselben Spagat zwischen touristischer Nachfrage und lokalem Wohnraumbedarf widerspiegelt.


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