Was bedeutet „Investment Grade“?
Ein Investment-Grade-Rating bedeutet, dass institutionelle Anleger, von denen viele aus dem Ausland investieren, die Möglichkeit haben, in Wertpapiere (wie Anleihen, Aktien usw.) zu investieren. Große Pensionsfonds und Versicherer können wieder in die griechische Wirtschaft investieren, wie sie es vor der Krise getan haben.
Für Griechenland bedeutet dies günstigere und stabilere Finanzierungsquellen für die Zukunft. Nicht nur die Regierung, sondern auch lokale Kreditgeber in Griechenland würden von besseren Kreditkosten profitieren.
Nur 70 Länder werden von S&P als „Investment Grade“ eingestuft.
Sinkende Verschuldung:
Gleichzeitig ist es Griechenland gelungen, seine Verschuldung von 206 % des BIP vor der Pandemie auf heute 171 % zu senken.
Der Vorstandsvorsitzende der Eurobank, Fokion Karavias, sagt, dass die Einstufung Griechenlands als „Investment Grade“ „die größte Wende im europäischen Finanzsystem“ darstellen würde.
Gilt dies auch für den Rest Europas?
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist der Aufschwung Griechenlands deutlicher. Das BIP wuchs 2021 um 8,4 Prozent und 2022 um 5,9 Prozent.
Bei Goldman Sachs, einer großen internationalen Investmentbank, gehen Ökonomen davon aus, dass Griechenland in den nächsten zwei Jahren besser abschneiden wird als andere Länder der Europäischen Union.
Was hat diesen Aufschwung verursacht?
Exporte:
Dimitris Malliaropulos, Chefökonom der griechischen Zentralbank, bezeichnet die Exporte als die „größte Erfolgsgeschichte“ des Landes. Zwischen 2010 und 2021 stiegen die Warenexporte um 90 Prozent, während der Euro-Raum insgesamt nur um 42 Prozent wuchs.