1. Klima
Ein erster wesentlicher Unterschied zwischen den Inseln des Ionischen und des Ägäischen Meeres betrifft ihr Klima.
Das Klima der Ägäischen Inseln
Die Kykladen, der Dodekanes und Kreta sind für ihr ganzjährig trockenes Wetter bekannt. Je weiter man nach Süden kommt, desto länger dauert die Sommersaison. Kreta hat beispielsweise die längste Sommersaison in Griechenland. Die südlichen Ägäischen Inseln sind nicht bewaldet, und ein Großteil ihrer Vegetation besteht aus niedrigen Sträuchern. Dort findet man an jeder Ecke aromatische Pflanzen wie Oregano und Thymian, und Besucher können in der Sommersaison ganz einfach ihre eigenen Kräuter ernten!
Das Klima der Ionischen Inseln
Die Ionischen Inseln sind üppig bewachsen und sehr grün. Zakynthos und Kefalonia beispielsweise sind für ihre satte, grüne Farbe bekannt. Daher erwärmt sich das Land im Vergleich zu den Inseln der Ägäis langsamer. Die Mischung aus Grünflächen und weitläufigen Sandstränden auf den Ionischen Inseln sorgt für ein einzigartiges Erlebnis.
2. Architektur
Architektur auf den Ägäischen Inseln
Santorini und seine weiß-blauen Häuser sind meist das, woran man denkt, wenn man an die Ägäischen Inseln denkt. Während die Kykladen für ihre weiß-blaue Farbgebung bekannt sind, ist dies nicht der einzige Stil, den Sie in der Ägäis finden werden. Die Insel Ikaria ist für ihre Steinarchitektur bekannt, und Kreta weist eine Mischung verschiedener Architekturstile auf. In Chania beispielsweise gibt es eine Mischung aus griechischen, venezianischen und osmanischen Einflüssen. In anderen Gebieten der Ägäis stehen orthodoxe und katholische Kirchen Seite an Seite, wie beispielsweise auf Tinos und Syros.
Architektur auf den Ionischen Inseln
Auf den Ionischen Inseln hingegen dominiert die venezianische Architektur, da Korfu, Zakynthos und Kefalonia vom 14. bis zum späten 18. Jahrhundert zum Venezianischen Reich gehörten. Wenn Sie in den Hafen von Korfu einlaufen, werden Sie von farbenfrohen Gebäuden und kleinen Gassen empfangen. Korfu unterhält die stärksten Verbindungen zum venezianischen Reich, und die Ähnlichkeit der Stadt Korfu mit Venedig steht außer Frage.
3. Segeln
Die Ionischen und die Ägäischen Inseln sind beide beliebte Segelreviere und bieten jeweils einzigartige Bedingungen für den Segelsport.
Segeln auf den Ägäischen Inseln
In der Ägäis wehen starke Winde, die auch als „Meltemi“ bezeichnet werden. Der Meltemi ist ein Fallwind, der aus Nordgriechenland herabströmt und über die Kykladeninseln fegt. Der Meltemi ist für unerfahrene Segler gefährlich, da er Geschwindigkeiten von 15 bis 20 Knoten erreicht. In der Regel setzen sie am frühen Nachmittag ein und lassen am Abend nach, können aber auch mehrere Tage lang ununterbrochen wehen. An Land ist man jedoch froh über den Wind, denn er sorgt im Sommer am Strand für angenehme Kühle.
Segeln auf den Ionischen Inseln
Der Sommerwind auf den Ionischen Inseln ist als „Maistro“ bekannt. Es handelt sich um einen sanften Nordwestwind, der von Mai bis September meist für eine verlässliche Brise sorgt. Manche sagen, man könne „seine Uhr nach dem Wind stellen“. Vor 11:00 Uhr morgens weht meist kein Lüftchen. Am frühen Nachmittag kommt dann eine Brise auf, die ideale Bedingungen für einen entspannten Segeltörn schafft. Man sagt, der Wind „schläft“ in der Abenddämmerung ein. Im südlichsten Teil der Ionischen Inseln ist die See fast immer ruhig, da Zakynthos und Kefallonia Sie vor dem Wind schützen. Lefkada gilt als die Segelhauptstadt Griechenlands.