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Neue Gebiete wurden in das griechische Programm „Untrodden Mountains“ aufgenommen

Regionalführer

18.12.2025

Strougoula Peak

Anlässlich des Internationalen Tages der Berge am 11. Dezember 2025 kündigte Griechenland eine erhebliche Ausweitung seines Programms „Unberührte Berge“ (Apatita Vouna) an. Die vom Ministerium für Umwelt und Energie geleitete Initiative stärkt den Umweltschutz in einigen der unberührtesten Berglandschaften des Landes und fördert gleichzeitig ein nachhaltigeres Entwicklungs- und Tourismusmodell. Diese jüngste Entscheidung spiegelt Griechenlands wachsendes Bestreben wider, einen Ausgleich zwischen Umweltschutz und verantwortungsvollem Wachstum zu schaffen.

Was ist das Programm „Untrodden Mountains“?

Das Programm „Untrodden Mountains“ legt straßenfreie Gebiete (PAΔ – Perioches Anefs Dromon) fest, also Landgebiete, die von Infrastruktur und moderner Erschließung weitgehend unberührt geblieben sind. Um sich zu qualifizieren, müssen diese Gebiete: - eine Fläche von mehr als 1 Quadratkilometer umfassen - mindestens 1 Kilometer von der nächsten Straße entfernt liegen. Innerhalb dieser Zonen gelten strenge Auflagen. Neue Infrastruktur ist verboten, darunter Straßen, Windkraftanlagen und groß angelegte Bauprojekte. Ziel ist es, die Zersiedelung zu verhindern, die Artenvielfalt zu erhalten und Ökosysteme zu schützen, die in ganz Europa immer seltener werden. Bislang wurden im Rahmen dieses Programms 11 Ministerialbeschlüsse erlassen, von denen einige nun in spezielle Umweltstudien integriert sind.

Neue Schutzgebiete, die 2025 hinzugefügt wurden

Der jüngste Ministerialbeschluss erweitert das Programm sowohl geografisch als auch strategisch. Mit diesem Beschluss wurden zwei neue Berggebiete offiziell in das Programm aufgenommen: der Stroggoula-Gipfel im Athamanika-Gebirge (Epirus) und der Parnonas, eine der bedeutendsten Gebirgsketten des Peloponnes. Gleichzeitig wurden die bestehenden Schutzmaßnahmen für drei bedeutende Gipfel ausgeweitet: Smolikas und Tymfi im Nationalpark Nord-Pindos sowie Chatzis in Thessalien. Zusammen erweitern diese Beschlüsse das nationale Netzwerk streng geschützter, straßenfreier Berggebiete in Griechenland.

Biodiversität und Klimaresilienz

Nach Angaben des Ministeriums für Umwelt und Energie ist die größte Bedrohung für Bergökosysteme heute die veränderte Landnutzung, die zu einem Verlust der biologischen Vielfalt und zur Walddegradation führt.

Durch das Verbot neuer Straßen und großer Infrastrukturprojekte verhindert das Programm „Untrodden Mountains“ die Zersplitterung von Ökosystemen, schützt die einheimische Flora und Fauna, bewahrt natürliche Wasserquellen und stärkt die Klimaresilienz in Bergregionen. Die Initiative steht im Einklang mit europäischen und globalen Umweltprioritäten, insbesondere in einer Zeit, in der Klimawandel und Entwaldung einen zunehmenden Druck auf Naturlandschaften ausüben.

Förderung eines nachhaltigen und alternativen Tourismus

Zwar wird die Erschließung eingeschränkt, doch der Zugang wird nicht vollständig unterbunden. Diese Schutzgebiete eignen sich ideal für umweltschonende Aktivitäten wie Wandern und Bergsteigen, Naturfotografie, Wildtierbeobachtung, Ökotourismus und Freizeitaktivitäten im Freien. Dieser Ansatz fördert eine Form des Tourismus, die Überbelegung vermeidet und den lokalen Berggemeinden zugutekommt, deren Wirtschaft zunehmend auf naturbezogene Erlebnisse statt auf Massentourismus setzt.  Für viele Regionen steigert dieser Wandel die langfristige Attraktivität, ohne die Umweltintegrität zu beeinträchtigen. Nachhaltigkeit rückt in der Raumplanung Griechenlands zunehmend in den Mittelpunkt. Während bestehende Grundstücke in der Regel nicht betroffen sind, sollten alle, die den Kauf oder die Erschließung von Grundstücken in Berggebieten in Erwägung ziehen, eng mit zugelassenen Ingenieuren und Rechtsberatern zusammenarbeiten, um die Bebauungs- und Umweltauflagen zu verstehen.

Eine langfristige Vision für die Berge Griechenlands

Wie Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou erklärte, besteht das Ziel darin, die griechischen Berge „lebendig, geschützt und nachhaltig“ zu erhalten und sicherzustellen, dass die Entwicklung die Natur respektiert, anstatt sie zu verdrängen. Durch die Ausweitung des Programms „Untrodden Mountains“ festigt Griechenland seine Position als Land, das nicht nur in Tourismus und Immobilien investiert, sondern auch in langfristigen ökologischen Wert – ein Faktor, der für Hausbesitzer, Investoren und Gemeinden gleichermaßen immer wichtiger wird.

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