Griechenland ist ein super Land zum Segeln. Es besteht aus 7 verstreuten Inselgruppen – nämlich Kreta, den Kykladen, dem Dodekanes, den Ionischen Inseln, den Sporaden, den Saronischen Inseln und der östlichen Ägäis. Jede Region hat ihre eigenen Besonderheiten und Windverhältnisse. Für Segler bedeutet das, dass es Segelmöglichkeiten für alle Erfahrungsstufen gibt, von Anfängern bis zu Profis. Lies weiter, um herauszufinden, welche Windverhältnisse jede Region einzigartig machen.
Ionisches Meer
Das Ionische Meer liegt an der Westgrenze Griechenlands. Der Sommerwind in dieser Region ist als „Maistro” bekannt. Es ist ein sanfter Nordwestwind, der von Mai bis September zuverlässig weht. Manche sagen, man könne „seine Uhr nach dem Wind stellen”. Vor 11 0Uhr gibt es wahrscheinlich keinen Hauch von Wind. Am frühen Nachmittag kommt dann eine Brise auf, die ideale Bedingungen für entspanntes Segeln schafft. Der Wind soll in der Abenddämmerung „einschlafen”.
Im südlichsten Teil der Ionischen Inseln ist das Meer fast immer ruhig, weil Zakynthos und Kefallonia vor dem Wind schützen.
Ägäisches Meer
Die Ägäis ist bekannt für ihre starken Winde, die auch „Meltemi“ genannt werden. Der Meltemi ist ein Fallwind, der aus Nordgriechenland kommt und über die Kykladeninseln weht. Der Meltemi ist für unerfahrene Segler gefährlich, weil er Geschwindigkeiten von 15 bis 20 Knoten erreichen kann. Normalerweise fängt er am frühen Nachmittag an und lässt am Abend nach, kann aber auch mehrere Tage lang ununterbrochen wehen.
Kykladen
Die Kykladen, zu denen Santorini, Mykonos und Paros gehören, sind vom Meltemi betroffen, vor allem wenn es im Sommer heiß wird. Im Herbst lässt der Meltemi nach, was für Reisen in der Spätsaison gut ist.
Sporaden
In dieser abgelegenen Gegend im nördlichen Mittelmeer, zu der die Inseln Skiathos, Skopelos und Alonnisos gehören, kann es im Sommer auch zu Meltemi-Winden kommen. Die Sporaden sind jedoch im Allgemeinen üppiger bewachsen und weniger windig als die Kykladen.
Saronischer Golf
Der Saronische Golf, zu dem die Inseln Poros und Ägina gehören, ist besser vor den Winden der Ägäis geschützt, und außer den südöstlichen „Sirocco-Winden” am Nachmittag weht hier normalerweise nicht viel Wind. Im Juli und August weht ein Meltemi, der jedoch schwächer ist als in den Kykladen.
Ägina
Winde der alten Griechen
Zephyrus
Zephyrus war einst als Gott des Westens bekannt und bringt leichte Frühlings- und Sommerwinde. Er ist für Seeleute nicht gefährlich, und jede sanfte Brise kann heute als „Zephyr“ bezeichnet werden. Der Gott des Westens Zephyrus soll der Göttin Chloris die Herrschaft über die Blumen übertragen haben. Deshalb sagt man, dass Zephyrwinde der Vegetation helfen.
Eurus
Eurus ist der Name für den Ostwind aus der griechischen Mythologie. Er war nicht unbedingt an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, sondern eher mit Unheil oder ungünstigen Ereignissen verbunden. In Griechenland weht der Ostwind normalerweise nicht alleine, sondern zusammen mit einem Nord- oder Südwind.
Notos
Notos (Notus) ist der Name der Südwinde, die in Griechenland gefährlich sind. Das liegt daran, dass die meisten Häfen in Griechenland für diese Art von Winden nicht günstig gelegen sind. Notos-Winde wehen hauptsächlich im Winter. Ein solcher Notos-Wind heißt Sirocco und weht zwischen April und Oktober. Er sammelt Staub aus Nordafrika und verringert die Sicht in den südlichen Gebieten Griechenlands. Die feuchte Luft aus dem Süden schafft Bedingungen für Gewitter.
Boreas
Boreas, der Nordwind, kommt in Griechenland am seltensten vor. Der Boreas weht nur im Winter und bringt kalte Luft aus Sibirien mit sich.
Wo sollte ich in Griechenland segeln?
Jede Inselgruppe Griechenlands hat für Segler einzigartige Eigenschaften. Die Inseln im Ionischen Meer und im Saronischen Golf sind für ihre ruhige See bekannt, während die Kykladen für ihre extremen Meltemi-Winde bekannt sind. Egal, für welches Gebiet du dich entscheidest, du wirst Griechenland aus einer neuen Perspektive kennenlernen, mit vielen abgelegenen Stränden und Sehenswürdigkeiten, die vom Land aus nicht zu sehen sind.
Bei einer Reihe von Charterunternehmen in Griechenland kannst du dein eigenes Boot mieten oder ein Boot mit einem lokalen Kapitän chartern. Als Faustregel gilt: Bei der Planung deiner Reise solltest du dich nicht auf bestimmte Inseln konzentrieren und immer einen Plan B haben, falls der Wind auffrischt. Diese Unternehmen können dir dabei helfen, eine Reiseroute zusammenzustellen, bei der Sicherheit, Abwechslung und Entspannung im Vordergrund stehen.
Griechenland ist gerade in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Laut dem jährlichen Global Retirement Index 2026 vonInternational Living ist Griechenland jetzt die Nummer 1 unter den Ländern, in denen man sich am besten zur Ruhe setzen kann, und hat damit langjährige Favoriten wie Portugal, Costa Rica und Spanien überholt. Letztes Jahr war Griechenland in derselben Umfrage noch auf Platz 7. Für viele Rentner bestätigt diese Auszeichnung einfach das, was sie schon bei ihrer Ankunft gespürt haben: Griechenland bietet als Top-Ziel für den Ruhestand einen Lebensstil, der sowohl luxuriös als auch erschwinglich ist, ohne dass man dafür tief in die Tasche greifen muss. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum immer mehr internationale Rentner sich dafür entscheiden, ihren Ruhestand in Griechenland zu verbringen, was die Inseln so attraktiv macht und wie Programme wie das Goldene Visum den Umzug einfacher machen als in den meisten anderen europäischen Ländern.