Wie sicher und praktisch ist die Insel für Kinder?
Kreta ist ein Ort mit geringer Kriminalität und kinderfreundlicher Atmosphäre, an dem die eigentlichen Risiken eher von der Sonne, dem Meer und den Bergstraßen ausgehen als von anderen Menschen. Die praktische Infrastruktur ist solide: Heraklion verfügt über ein Universitätskrankenhaus, Chania, Rethymno, Agios Nikolaos und Sitia haben Allgemeinkrankenhäuser, und die Touristengebiete sind gut mit Privatkliniken und Apotheken versorgt, in denen Apotheker kleinere Probleme kompetent und meist auf Englisch lösen. Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt EU-Familien im öffentlichen Gesundheitssystem ab, dennoch ist eine Reiseversicherung für alle sinnvoll. Mit Kindern auswärts zu essen ist mühelos. Tavernen servieren zu jeder beliebigen Uhrzeit, einfache Grillgerichte und frisches Brot stillen auch wählerische Esser, und Hochstühle sind in touristischen Gebieten weit verbreitet. Supermärkte in jeder größeren Stadt führen bekannte Marken für Windeln und Babynahrung. Die einzige praktische Anforderung, die Kreta stellt, ist ein Auto. Die Entfernungen sind beträchtlich, öffentliche Busse bedienen die größeren Städte gut, die Strände und Dörfer jedoch nur spärlich, und die Bergstraßen erfordern einen geduldigen Fahrer. Die Buchung eines Autos mit Kindersitzen weit vor Juli ist eine der wenigen Planungen, die die Insel wirklich erfordert.
Wann sollten Familien die Insel besuchen?
Juni und September sind die besten Monate: warmes Meer, umfassender Service, überschaubare Menschenmengen und günstigere Preise. Juli und August bieten garantierten Sonnenschein auf Kosten von Hitze und Spitzenpreisen und eignen sich für Familien, die an die Schulferien gebunden sind, was in der Praxis auf die meisten zutrifft. Mai und Oktober eignen sich gut für sehr kleine Kinder, die noch nicht an Schulferien gebunden sind. Kreta hat zudem die längste Saison in Griechenland; insbesondere an der Südküste kann man bis spät in den Herbst hinein baden.
Wie schneidet Kreta im Vergleich zu den anderen griechischen Inseln ab?
Ehrlich gesagt, eher relativ als absolut: Kreta besticht durch Vielfalt, nicht durch Magie. Santorini und Mykonos sind Inseln für Paare zu familienunfreundlichen Preisen. Rhodos und Korfu sind beide wirklich gut für Kinder geeignet und sollten auf jeder Auswahlliste stehen; Rhodos bietet eine eigene großartige mittelalterliche Altstadt, Korfu seine grünen Landschaften und etablierte Familienresorts. Was Kreta zusätzlich bietet, ist seine Größe: zwei internationale Flughäfen, ganzjährig belebte Städte, Krankenhäuser und genug Abwechslung, dass sich auch ein dritter Besuch noch wie eine Entdeckung anfühlt. Familien, die jährlich zurückkehren, landen meist aus demselben Grund auf Kreta wie Langzeitbewohner. Die Insel ist kein Ferienort; sie ist ein Ort.
Strandanlagen, Öffnungszeiten und Auszeichnungslisten ändern sich von Jahr zu Jahr; betrachten Sie die Angaben als Richtwerte und erkundigen Sie sich vor Ort. Die Vorschriften für Kurzzeitvermietungen in Griechenland unterliegen ständigen Änderungen; holen Sie aktuellen Rechtsrat ein, bevor Sie mit Blick auf Mieteinnahmen kaufen.