Griechenland kriegt Investment-Grade-Rating

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21.09.2023

Santorini

DBRS Morningstar, eine kanadische Ratingagentur, hat Anfang September die Bonität Griechenlands auf „Investment Grade“ hochgestuft. 

Blick auf Santorin

DBRS Morningstar Rating

DBRS Morningstar ist eine der vier größten Ratingagenturen der Welt und hat Griechenland als erste seit 2010 ein Investment-Grade-Rating gegeben. Sie haben das Rating Griechenlands von BB (hoch) auf BBB (niedrig) angehoben, was das Mindestrating für ein Investment-Grade-Rating ist. DBRS Morningstar sagt, dass das Rating „die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und den Institutionen des Euro-Systems widerspiegelt”.

 

Das sind wichtige Neuigkeiten für die griechische Wirtschaft, da das Land aufgrund der vergangenen Finanzkrise und der Rettungsmaßnahmen durch die Europäische Union lange Zeit nicht das Vertrauen der Ratingagenturen genoss. 

Olivenzweig

Top-Rating-Agenturen

Anfang dieses Jahres haben auch die japanische R&I und die deutsche Scope Ratings (zwei weitere Ratingagenturen) Griechenland ein Investment-Grade-Rating gegeben, aber sie gehören nicht zu den vier großen Agenturen, die die Europäische Zentralbank zur Bewertung der Anleihen eines Landes heranzieht. 

 

Die nächste Entscheidung fiel am Freitag, dem 15. September, als Moody's (eine weitere große Ratingagentur) das Rating Griechenlands von Ba3 auf Ba1 angehoben hat. Ba1 liegt zwar immer noch unter Investment Grade, aber die Änderung zeigt, dass das Vertrauen in die griechische Wirtschaft gewachsen ist. Standard & Poor's und Fitch Ratings (zwei weitere Ratingagenturen) werden ihre eigenen Entscheidungen noch in diesem Jahr treffen, und beide haben Griechenland nur einen Schritt von Investment Grade entfernt.

Was „Investment Grade” für Griechenland bedeutet

Laut einem Bericht der Financial Times sagt der Chef-Wirtschaftsberater des griechischen Premierministers: „Die Heraufstufung Griechenlands auf Investment Grade ist wie ein Gütesiegel, das die Krisenjahre endgültig hinter uns lässt.” Er fügt hinzu: „Wir werden hart daran arbeiten, diese neuen Erwartungen zu erfüllen und zu übertreffen.” 

 

Seit dem Ende des Rettungsprogramms im Jahr 2018 hat Griechenland seine Schulden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 deutlich gesenkt. Im zweiten Quartal 2023 hatte Griechenland das zweitstärkste BIP-Wachstum aller EU-Mitgliedsstaaten. 

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