Im Jahr 2023 jährt sich der Geburtstag einer der einflussreichsten und bekanntesten Persönlichkeiten Griechenlands, Maria Callas, zum 100. Mal. Von ihrer perfektionistischen Mutter ungewollt, überaus berühmt und zugleich berüchtigt für ihre Affäre – dies sind einige der wesentlichen Merkmale im Leben von Maria Callas. Trotz all der Dramatik in ihrem Leben wurde sie zu einer der renommiertesten und einflussreichsten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts.
Maria Callas’ Kindheit
Maria Callas wurde 1923 in New York als Tochter griechischer Einwanderer geboren; ihr Start ins Leben war alles andere als glamourös. Die Familie war arm, ihre Mutter mochte sie nicht, und Maria war stets ein molliges Kind mit Brille. Dann entschied ihre Mutter, als Maria 14 Jahre alt war, dass diese ein Gesangstalent habe. Sie schrieb Maria am Athener Konservatorium ein, und bis 1949 war Maria Callas zu einem Begriff geworden. 1951 zog sie nach Italien und lernte ihren Ehemann Giovanni Battista Meneghini kennen. In Italien erhielt sie den Spitznamen „La Divina“, da ihre Stimme nach jedem Maßstab ein erstaunliches Phänomen war.
Maria Callas’ Liebhaber
Marias Erfahrung, mit einem Mann verheiratet zu sein, der 30 Jahre älter war als sie und zudem ihr Manager, war jedoch keine des Glücks, sondern glich eher dem Leben eines Vogels im Käfig. Kein Wunder, dass sie von dem wohlhabenden, aber verheirateten griechischen Reeder Aristoteles Onassis und seinem Lebensstil voller Muße, Yachten, griechischer Inseln und Freiheit verzaubert und überwältigt war.
Sie verliebte sich unsterblich in ihn und ließ sich von ihrem Ehemann scheiden, in der tiefen Hoffnung, Onassis zu heiraten und eine Familie zu gründen. Während ihrer gemeinsamen Jahre wurden Marias Auftritte auf der Bühne seltener und ihre Stimme zerbrechlicher, da sie stark an Gewicht verlor, um sich dem Jet-Set anzupassen, von dem sie umgeben war. Callas war kurz davor, ihren Traum zu verwirklichen, bis Onassis die Beziehung plötzlich beendete und, noch überraschender, 1968 die Witwe Jackie Kennedy heiratete.
Autogrammstunde mit Onassis
Maria Callas’ Tod und Vermächtnis
Sie sahen sich auch nach Onassis’ Heirat mit Jackie Kennedy weiterhin, und sein Tod im Jahr 1975 erschütterte Callas zutiefst. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Einsamkeit, doch ihr Tod kam für viele dennoch überraschend; im Alter von 53 Jahren verstarb sie an einem Herzinfarkt. Trotz ihres Reichtums, ihres Ruhmes und ihres beeindruckenden Freundeskreises kann man davon ausgehen, dass sie ihre Gefühle der Unsicherheit und Minderwertigkeit nie wirklich überwunden hat. Doch in den Augen der Welt ist und bleibt sie eine große Inspiration und eine erstaunliche Künstlerin, deren Stimme, Ausdruckskraft und Interpretationen unvergleichlich sind.
Callas bei einem Auftritt
Maria-Callas-Museum
Das „Maria-Callas-Museum“ steht kurz vor der Eröffnung in Athen. Es wird in einem vierstöckigen neoklassizistischen Gebäude mit einer Fläche von 1.070 Quadratmetern in der Mitropoleos-Straße 44 untergebracht sein. Das Gebäude ist Eigentum der Stadt Athen, und die Eröffnung wird in Kürze erwartet. Ziel des Museums ist es, Maria Callas’ Privatleben zu dokumentieren, einschließlich ihrer persönlichen Gegenstände, Fotografien, Partituren und Tonaufnahmen.
Callas in Mailand im Jahr 1960
Maria: Der Film
Angelina Jolie wurde kürzlich in Griechenland bei den Dreharbeiten zu „Maria“gesichtet, einem Film über das Leben der berühmten griechischen Opernsängerin Maria Callas. Die Hollywood-Schauspielerin wurde zuletzt in Pyrgos auf dem Peloponnes im Apollo-Theater gesehen. Dort wurden einige Szenen gedreht, anschließend reiste Jolie in die Stadt Katakolo weiter, wo die Yacht „Christina O“ auf sie wartete.