Nikos Hadjikyriakos-Ghikas (manchmal auch „Nikos Ghika” oder „Nikos Ghikas” genannt) ist einer der bekanntesten Künstler des letzten Jahrhunderts in Griechenland. Seine Werke haben ein eigenes Museum in Athen, und sein Vermächtnis wird für immer Teil des kollektiven griechischen Bewusstseins sein. Ghikas wurde 1906 als Sohn eines Vaters in der Royal Navy geboren, und die Familie war auf Hydra bekannt – einer griechischen Insel, die für ihre Künstler und Schriftsteller berühmt ist. Von hier aus entwickelte sich Nikos Ghikas nach seinem Studium an den besten Schulen Europas zu einem international bekannten Künstler.
Ghikas wuchs in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert auf, das von seinem Ur-Ur-Urgroßvater gebaut worden war und die Stadt Hydra überragte. Diese Insel ist bekannt für ihre historischen Herrenhäuser, von denen einige noch heute stehen. Die Stadt Hydra mit ihrem malerischen Hafen und ihren urigen Gassen war das perfekte Motiv für viele Gemälde von Ghikas.
Der Hafen von Hydra
Ghikas' Zuhause als kreativer Ort
Ghikas' Haus war ein Ort, an dem viele Schriftsteller kamen, um kreativ zu arbeiten. Zum Beispiel besuchten der amerikanische Schriftsteller Henry Miller und der britische Schriftsteller Lawrence Durrell Ghikas 1939 in seinem Haus. Millers bekanntestes Werk – Der Koloss von Marousi – entstand während dieser Reise. Ghikas lud auch andere berühmte Schriftsteller und Künstler zu sich nach Hause ein, wie Patrick Leigh Fermor (Paddy) und John Craxton.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Anwesen vor allem von Schriftstellern genutzt. Zu den berühmten Gästen gehörten die Balletttänzerin Margot Fonteyn, der Choreograf Frederick Ashton, der Kritiker Cyril Connolly und die Dichter Stephen Spender und Giorgos Seferis.
Ghikas' Kunstwerke
Ghikas' Aufstieg zum Ruhm
Nikos Ghikas verbrachte jeden Sommer auf der Insel Hydra, was seine Kreativität förderte. 1922 ging Ghikas nach Paris, um an der Sorbonne zu studieren, und traf dort viele berühmte moderne Künstler. Danach wollte er die moderne Kunst in Griechenland bekannt machen. Palamas, Elytis, Theotokas, Embirikos und Seferis sind nur einige der Künstler, die zu ihm nach Hydra kamen, um zu arbeiten und über das antike Griechenland und Byzanz zu diskutieren.
In Athen, Paris, London, Genf, Berlin und New York gab's schon viele Ausstellungen mit Ghikas' Werken. Seine Werke sind in Privatsammlungen in ganz Griechenland und natürlich in vielen Museen weltweit zu sehen.
Die Ghika-Galerie
Ghikas' Haus in Athen ist bemerkenswert, weil es später in ein Museum umgewandelt wurde, das noch heute in Betrieb ist. Ghikas zog in den 1950er Jahren dauerhaft in dieses Haus in der Kriezotou-Straße 3. Viele Architektur- und Künstlergruppen interessierten sich für das mehrstöckige Haus, und es wurde in ausländischen Architekturzeitschriften vorgestellt. Im sechsten Stock befanden sich Ghikas' Atelier und Bibliothek. Der fünfte Stock war sein Wohnbereich, in dem er 40 Jahre lang lebte.
Ghikas starb 1994 und sein Haus wurde dem Benaki-Museum geschenkt. Die Räume sind noch so erhalten, wie Ghikas sie hinterlassen hat. Die meisten seiner Werke sind jetzt im dritten Stock, wo man Ghikas' Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Fotografien als Teil der Ghika-Galerie sehen kann. Es gibt sogar ein paar Möbel aus seinem früheren Haus in Hydra.