Zusätzliche Kosten, Steuern und Vorschriften
Wenn Sie Ihre Unterkunft auf einer Plattform wie Booking.com oder Airbnb inserieren, müssen Sie eine Provision zahlen.
Airbnb erhebt Servicegebühren zur Deckung der Kosten, darunter Zahlungsabwicklung, Marketing und Kundensupport. Derzeit gibt es zwei Arten von Gebührenstrukturen: das Split-Fee- und das Single-Fee-System. Beim Split-Fee-System zahlen Gastgeber etwa 3 % des Buchungsbetrags, während den Gästen zusätzlich zum Übernachtungspreis 14–16 % in Rechnung gestellt werden. Bei Gastgebern, die das „Host-Only“-Gebührenmodell nutzen – was bei Hotels, Serviced Apartments oder solchen, die mehrere Objekte über eine Software verwalten, üblich ist –, zahlt der Gastgeber die gesamte Servicegebühr, in der Regel zwischen 14 % und 16 %, während die Gäste genau den vom Gastgeber festgelegten Preis zahlen. In beiden Fällen fällt auf die Servicegebühren eine Mehrwertsteuer von 24 % an. Es ist wichtig zu beachten, dass Airbnb ab dem 27. Oktober 2025 eine vereinfachte Struktur für Gastgeber mit PMS-Anbindung einführt, wobei das System der geteilten Gebühren ausläuft. Unabhängige Gastgeber, die kein PMS nutzen, werden am 1. Dezember 2025 auf dieses Modell umgestellt. Gastgeber zahlen eine pauschale Servicegebühr von 15,5 % auf den gesamten Buchungsbetrag, und für Gäste fallen keine zusätzlichen Servicegebühren mehr an, was für mehr Preistransparenz und eine bessere Kontrolle für die Eigentümer sorgt. Wenn Sie beispielsweise Ihren Angebotspreis auf 100 € festlegen, zieht Airbnb 15,50 € (15,5 % Gebühr) ab, und Sie erhalten 84,50 €. Die Mehrwertsteuer von 24 % auf Servicegebühren bleibt weiterhin gültig, und Gastgeber sollten ihre Preisgestaltung überprüfen, um ihre Einnahmen unter diesem neuen System zu optimieren.
Booking.com berechnet dem Kunden keine Provision; die Kosten werden ausschließlich vom Eigentümer/der Unterkunft getragen und betragen in der Regel 15 % jeder Buchung, können jedoch je nach Vereinbarung und Sichtbarkeit der Unterkunft höher ausfallen.
Was die Besteuerung von Einnahmen aus Kurzzeitvermietungen betrifft, so variieren die Sätze zwischen 15 % für Mieteinnahmen unter 12.000 €, 35 % für Mieteinnahmen zwischen 12.001 € und 35.000 € sowie 45 % für Einnahmen über 35.000 €.
Auf der 89. Internationalen Messe von Thessaloniki im September 2025 kündigte der griechische Ministerpräsident einen neuen Steuersatz von 25 % für Mieteinnahmen zwischen 12.000 € und 24.000 € an. Dieser Steuersatz tritt am 1. Januar 2026 in Kraft, nachdem er vom griechischen Parlament verabschiedet wurde. Zudem wird eine Klimakrisenschutzgebühr zugunsten des Staates erhoben, und zwar pro Nutzungstag und pro Zimmer oder Wohnung in Immobilien, die zur Kurzzeitvermietung zur Verfügung stehen. Diese wird in der Regel monatlich vom Eigentümer oder dem Gastgeberunternehmen gezahlt, ist jedoch meist im Preis für die Übernachtung enthalten. Die Kosten variieren zwischen 1,50 € und 8 € pro Tag im Zeitraum April bis Oktober und zwischen 0,50 € und 2 € pro Tag im Zeitraum November bis März. Für Einfamilienhäuser mit einer Fläche von mehr als 80 Quadratmetern beträgt die Gebühr von April bis Oktober 15 € und von November bis März 4 €.
Bitte beachten Sie, dass die neuen Vorschriften für die kurzfristige Vermietung von Immobilien am 1. Oktober 2025 in Kraft treten. Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen zwischen 5.000 € und 20.000 €.
So vermieten Sie Ihre Immobilie kurzfristig in Griechenland: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Melden Sie Ihre Immobilie rechtmäßig bei der AADE an und beantragen Sie Ihre AMA-Nummer.
- Wählen Sie Plattformen wie Airbnb, Booking.com und/oder Ihre eigene Website für Ihre Inserate. Solche Plattformen bieten in der Regel detaillierte Anleitungen zur Registrierung Ihrer Immobilie.
- Statten Sie Ihre Immobilie mit komfortabler Einrichtung, WLAN, Klimaanlage und den wichtigsten Annehmlichkeiten aus.
- Optimieren Sie Ihr Inserat mit professionellen Fotos und SEO-freundlichen Beschreibungen, um mehr Buchungen zu erzielen.
- Legen Sie Ihre Preisstrategie fest und passen Sie die Preise je nach Saison und Nachfrage an. Wie viel Sie mit der Vermietung einer Immobilie in Griechenland verdienen können, hängt stark von deren Lage ab. Faktoren wie Meerblick, Nähe zu touristischen Hotspots, Geschäfte und Restaurants in Laufnähe, Entfernung zum Flughafen, Alter der Immobilie und natürlich zusätzliche Annehmlichkeiten wie Außenbereich oder ein Pool beeinflussen alle den Mietpreis, den Sie festlegen können.