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Warum kleinere Wohnungen auf dem Immobilienmarkt immer beliebter werden

Immobilien

19.11.2025

In vielen Teilen der Welt zeichnet sich ein überraschender Trend ab: Kleinere Wohnungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. In Griechenland machen die Preisentwicklungen diesen Wandel unübersehbar – doch das Phänomen ist keineswegs auf diese Region beschränkt. Von den USA über Europa bis hin zu anderen Regionen weckt das kompakte Wohnen das Interesse von Investoren und Käufern.

Der griechische Immobilienmarkt: Ein deutlicher Trend hin zu kleineren Wohnungen

Laut den neuesten Daten von Redataset für das Jahr 2025 zeigt der griechische Immobilienmarkt, dass Wohnungen mit einer Fläche von 20 bis 50 m² den stärksten Preisanstieg verzeichneten, mit einem landesweiten Anstieg von 10,5 % in dieser Größenklasse. Im Durchschnitt liegen diese Objekte nun bei etwa 2.579 € pro Quadratmeter und sind damit in vielen Kategorien teurer als größere Wohnungen. Kleinere Wohnungen (unter 80 m²) machen 43,5 % aller Angebote aus, und im Bereich von 20 bis 50 m² war im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der neuen Angebote um 16,5 % zu verzeichnen. Dies unterstreicht deutlich sowohl die wachsende Nachfrage als auch das steigende Vertrauen der Investoren in kompakte Wohnformen. Was treibt diese Entwicklung in Griechenland an? Einige Faktoren: jüngere Käufer, kleinere Haushalte, der expandierende Markt für Kurzzeitvermietungen und Investoren, die nach niedrigeren Einstiegspreisen suchen. Gleichzeitig bleibt das Angebot an brandneuen, erschwinglichen Wohnungen begrenzt, sodass der Druck auf kleinere Einheiten steigt. Wenn Sie neugierig sind, wie kompaktes Wohnen an der Küste in der Praxis aussieht, ist diese Sammlung von 21 Boutique-Apartments auf Syros ein hervorragendes Beispiel für modernes Design kleiner Wohnungen.

Globaler Trend: Kompakte Wohnungen gewinnen weltweit an Boden

Dieser Trend in Griechenland spiegelt breitere globale Entwicklungen wider. Hier einige Highlights: - Laut einem globalen Marktbericht über „Tiny Homes“ hat dieses Segment einen Wert in Milliardenhöhe und wird dank Erschwinglichkeit, Nachhaltigkeit und flexibler Wohnformen voraussichtlich stetig wachsen.  - Ein kürzlich erschienener Artikel in Investopedia stellt fest, dass steigende Immobilienpreise immer mehr Käufer dazu veranlassen, „klein zu denken“, wobei die durchschnittliche Wohnfläche in den USA abnimmt und kleinere Häuser/Reihenhäuser zunehmend an Beliebtheit gewinnen.  - Untersuchungen von Hines Research zeigen eine weltweite Wohnungsknappheit und eine Krise der Erschwinglichkeit auf, was darauf hindeutet, dass immer mehr Haushalte nach Wohnlösungen suchen, die kleiner, erschwinglicher und oft in Form von Mietwohnungen oder kompakten Wohnungen angeboten werden.  Kurz gesagt: Viele Märkte sehen sich derselben Dynamik gegenüber – höhere Preise, begrenztes neues Angebot, kleinere Haushalte und sich wandelnde Lebensstile –, was allesamt das Segment der „kleineren Häuser“ begünstigt.

Warum kleinere Häuser derzeit sinnvoll sind




Hier sind die wichtigsten Gründe, warum kleinere Wohnungen zu einem bedeutenden Teil der Immobilienlandschaft werden:


Erschwinglichkeit: Niedrigerer Kaufpreis, geringerer Instandhaltungsaufwand, niedrigere Betriebskosten. Für Erstkäufer oder Investoren ist dies ein starker Anreiz. Veränderter Lebensstil: Immer mehr Menschen sind alleinstehend, verschieben die Familiengründung oder arbeiten im Homeoffice. Kleinere Wohneinheiten eignen sich gut für flexibles Wohnen und städtische Lagen.


Miet- und Investitionsnachfrage: In Städten mit starkem Tourismus oder einem Markt für befristete Mietverhältnisse lassen sich kompakte Einheiten leichter verwalten, vermieten und in ertragbringende Vermögenswerte umwandeln.


Angebotsengpässe: Wie in Griechenland, wo neue erschwingliche Wohnungen rar sind, werden kleinere Einheiten zum realistischen Einstiegspunkt. 


 Nachhaltigkeit/Umwelt: Kleinere Wohnungen verbrauchen weniger Baumaterialien und Energie und entsprechen den Idealen eines minimalistischen und umweltfreundlichen Lebensstils. Globale Daten zu Tiny Houses weisen ausdrücklich darauf hin.

Veränderte Definitionen von „Wohnungsgröße“

Vor nicht allzu langer Zeit umfasste eine typische Zweizimmerwohnung in Griechenland (und weitgehend in ganz Europa) oft 80–90 Quadratmeter und bot großzügige Grundrisse sowie größere Wohnbereiche. Heute jedoch definiert der Markt neu, wie „komfortables Wohnen“ aussieht. Neuere Zweizimmerwohnungen – insbesondere in städtischen Zentren – werden heute häufig mit einer Fläche von 50 bis 60 Quadratmetern konzipiert, was den Anforderungen des modernen Lebensstils, den Bautrends und dem Druck zur Erschwinglichkeit Rechnung trägt. Dieser Wandel zeigt, wie Bauträger, Käufer und Mieter effizientere Grundrisse bevorzugen, bei denen intelligentes Design Vorrang vor der reinen Quadratmeterzahl hat.

Risiken und Überlegungen

Natürlich gibt es nicht nur Vorteile. Während kleinere Wohnungen geringere Einstiegskosten und eine hohe Nachfrage bieten, bringt dieser Trend auch eigene Herausforderungen mit sich. Folgendes sollten sowohl Käufer als auch Verkäufer bedenken, bevor sie sich darauf einlassen:


Vorschriften: Die „Tiny-Home“-Bewegung ist in vielen Gegenden nach wie vor eine Nische, und es können regulatorische oder baurechtliche Probleme auftreten.


Begrenzter Platz und eingeschränkte Flexibilität: Kompakte Einheiten eignen sich für Singles oder Kurzaufenthalte, können sich jedoch für ein langfristiges Wohnen oder wachsende Haushalte schnell beengend anfühlen. 


Preise: In einigen Märkten könnte der Quadratmeterpreis für kleinere Einheiten schneller steigen, was die Erschwinglichkeit beeinträchtigen könnte.


Wiederverkaufsfähigkeit: Die Nachfrage ist derzeit stark, doch der Wiederverkaufswert hängt möglicherweise stark von der Lage und dem Zustand des Gebäudes ab. Ältere, kleinere Einheiten ohne Balkon oder energetische Modernisierungen könnten schneller an Wert verlieren.

Preisentwicklung in Griechenland: Wie kleine Wohnungen den Markt anführen

Landesweite Daten zeigen, dass Wohnungen mit einer Größe von 20 bis 50 Quadratmetern derzeit durchschnittlich 2.579 € pro Quadratmeter kosten. Immobilien mit einer Größe von 51–80 Quadratmetern kosten etwa 2.264 € pro Quadratmeter, während größere Wohnungen von 111–140 Quadratmetern einen Durchschnittspreis von 2.593 € pro Quadratmeter erreichen. Diese Preisentwicklungen vermitteln eine klare Botschaft: Während der griechische Immobilienmarkt in allen Größenklassen wächst, sind es die kleinsten Einheiten, die den größten Teil der Dynamik ausmachen. Dies bildet einen natürlichen Übergang zur Tabelle und sorgt für einen flüssigen Lesefluss.

Wohnfläche & Preis pro Quadratmeter

  • 20–50 m²: 2.579 €

  • 51–80 m²: 2.264 €

  • 111–140 m²: 2.593 €



Trotz Preissteigerungen in allen Kategorien zeigen die Ergebnisse von ReDataset, dass kleine Wohnungen dem stärksten Aufwärtsdruck ausgesetzt sind, was in erster Linie auf die steigende Nachfrage zurückzuführen ist. Infolgedessen sind kompakte Immobilien die Haupttriebkraft, die die Immobilienpreise auf nationaler Ebene insgesamt nach oben treibt.

Der Aufstieg des „Smart-Sized Living“: Eine neue Ära für den griechischen Immobilienmarkt

Der Trend zu kleineren Wohnungen in Griechenland ist mehr als nur eine vorübergehende Modeerscheinung; er spiegelt wider, wofür sich heute immer mehr Menschen entscheiden, wenn es um Wohnen, Arbeiten und Investieren geht. Kompakte Wohnungen entsprechen den Bedürfnissen moderner Käufer, die in einem Markt, in dem größere Wohnungen für viele oft unerreichbar erscheinen, nach städtischer Anbindung, Flexibilität und Erschwinglichkeit suchen.  Während große Villen und geräumige Häuser stets Aufmerksamkeit erregen, stellt das „Wohnen in intelligenter Größe“ ein neues Kapitel für den griechischen Immobilienmarkt dar – eines, das nicht durch Quadratmeter, sondern durch Effizienz, Kreativität und Lebensqualität definiert ist.

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