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S&P stuft Griechenland auf Investment-Grade-Rating herauf

Aktuelles

23.10.2023

Athens Skyline

S&P Global ist die erste der drei weltweit führenden Ratingagenturen, die Griechenland auf Investment-Grade-Niveau heraufgestuft hat. Dies geschah Ende letzter Woche, als das Rating Griechenlands auf „BBB-/A-3“ angehoben wurde. Dies ist ein positives Zeichen für die griechische Wirtschaft und fördert ausländische Investitionen in Griechenland. Zu den Gründen für die Heraufstufung des griechischen Ratings zählt die gestärkte Haushaltslage des Landes.

Eine wachsende Wirtschaft

In der Mitteilung von S&P wurde darauf hingewiesen, dass sich die öffentlichen Finanzen Griechenlands dank finanzpolitischer Anpassungen verbessert haben. Weiter heißt es, dass seit 2015 große Fortschritte bei der Beseitigung der wirtschaftlichen und finanzpolitischen Ungleichgewichte Griechenlands erzielt worden seien.

Griechenlands Investment-Rating

Wie wird Griechenland von anderen Ratingagenturen bewertet? Zwei der größten Ratingagenturen, Fitch und Moody’s, stufen das Land nur eine Stufe unter Investment Grade ein. DBRS Morningstar, eine weitere Ratingagentur, war die erste, die Griechenlands Rating auf Investment Grade angehoben hat.

Weiteres Wachstum in Aussicht

S&P; merkt zudem an, dass es „weitere strukturelle Wirtschafts- und Haushaltsreformen in Verbindung mit umfangreichen EU-Mitteln“ erwartet, „die das Wirtschaftswachstum im Zeitraum 2023–2026 stützen werden“. Griechenland rechnet für 2024 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3 %. In diesem Jahr betrug das Wirtschaftswachstum in Griechenland 2,3 %, was mehr als doppelt so viel war wie der Durchschnitt in der Eurozone. Der griechische Finanzminister Kostis Hatzidakis äußerte sich positiv über die Anhebung der Bonität Griechenlands: „Dem Land bietet sich durch eine Kombination aus dem richtigen wirtschaftspolitischen Mix und politischer Stabilität eine historische Chance.“

Mitsotakis äußert sich

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis schrieb auf der Social-Media-Plattform „X“, dass Griechenland plane, seine Agenda zur „Gewinnung neuer Investitionen, Schaffung von Arbeitsplätzen und Erreichung eines inklusiven Wachstums“ fortzusetzen.

Was dies für Griechenland bedeutet

Mitsotakis merkte zudem an, dass mit der steigenden Attraktivität griechischer Anleihen „die Kreditaufnahme für Unternehmen und Haushalte einfacher und kostengünstiger wird“. Gleichzeitig wies Mitsotakis darauf hin, dass „der Weg dafür geebnet wird, dass Investitionsmittel in Milliardenhöhe in das Land fließen, die 15 Jahre lang nicht hierher geleitet werden konnten“.

Griechenland zahlt seine Kredite vorzeitig zurück

In anderen Nachrichten plant Griechenland, sein Darlehen in Höhe von 5,3 Milliarden Euro vorzeitig zurückzuzahlen. Diese Darlehen wurden Griechenland im Rahmen des ersten Rettungspakets gewährt und sind eigentlich erst 2024 und 2025 fällig. Sie werden jedoch bereits am 15. Dezember 2023 zurückgezahlt. Nach Angaben des Ministeriums für nationale Wirtschaft und Finanzen plant Griechenland eine weitere vorzeitige Rückzahlung im Jahr 2024.

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