Robert McCabes Mykonos und Santorini der 1950er Jahre

Regionalführer

23.03.2025

2 Minuten

#image_title
Robert McCabe wurde 1934 in Chicago geboren und wuchs in Rye, New York, auf. Seine erste Reise nach Griechenland unternahm er 1954, als er die Gelegenheit hatte, die touristischsten Inseln Griechenlands zu erleben, bevor sie zu beliebten Reisezielen wurden. McCabe war für seine bescheidene Herangehensweise an die Fotografie bekannt und hält seit seinem fünften Lebensjahr Menschen und Landschaften fest. Seine erste Kamera war eine Kodak Baby Brownie.
Wächter von Delphi

McCabes erste Erfahrungen mit Griechenland

Ein Freund von der Princeton University gab ihm einen ersten Vorgeschmack auf die griechische Gastfreundschaft, und seitdem war er begeistert. Einige Jahre später, im Jahr 1955, wurde er beauftragt, die Kykladeninseln für National Geographic zu fotografieren. Seine berühmtesten Fotos zeigen Mykonos und Santorini, bevor diese Orte für ihre weißen Häuser, den Blick auf die Caldera und ihre legendären Sonnenuntergänge bekannt wurden. Mit Robert McCabes eigenen Worten sagt er, dass die Schönheit der griechischen Architektur und Farbpalette durch die Vorstellung davon, „wie ein niedliches griechisches Inseldorf aussehen sollte“, verloren gegangen ist. Als McCabe die Kykladen zum ersten Mal besuchte, war er zusammen mit seinem Bruder der einzige Besucher. Es gab keine Autos und nur wenige Straßen. Kameras waren damals selten, besonders in den griechischen Dörfern; wenn also ein Fotograf wie McCabe auf einen zukam, war das ein besonderes Ereignis. Robert McCabe war dafür bekannt, einfache Szenen aus dem griechischen Alltag einzufangen, wie Restaurants, lokale Geschäfte, Fischerboote und Friseurläden. McCabe merkt an, dass sich Mykonos 1955 wie ein eigenes Land anfühlte, mit „eigenen Tänzen, einer eigenen Küche, Architektur und sogar Sprache“.
Der Kapitän und der Maat der Eleftheria

McCabe über den Wandel in Griechenland

McCabe beleuchtet die Veränderungen, die er in den letzten 50 Jahren beobachtet hat: Viele Gebiete, die einst ruhige Buchten waren, sind nun mit einer Straße, einer Taverne und Sonnenschirmen ausgestattet. Er argumentiert, dass Wanderwege auf den griechischen Inseln heute eine hervorragende Möglichkeit sind, den Tourismus außerhalb der Saison zu fördern, dass manche Inseln diese jedoch zerstören. McCabe stellte fest, dass jede Insel je nach ihrem „Ausgangspunkt“ ihre eigene einzigartige Tourismus-Subkultur besitzt. In der Vergangenheit, als man die Inseln nur mit dem Segelboot erreichen konnte, waren sie Welten voneinander entfernt. Jede hatte ihre eigene Architektur, ihre eigene Art, Mauern zu errichten, ihre eigenen Lieder und Tänze sowie ihre eigene Poesie. Diese Traditionen kommen heute auf unterschiedliche Weise durch die lokalen Tourismusangebote zum Ausdruck.
Epeiros, junge Freunde

McCabes philanthropisches Engagement

McCabe hat eine Reihe von Initiativen ins Leben gerufen, die seine Unterstützung für Griechenland zeigen, darunter die Spende von 35 Fotografien an das Konsulat in Boston. McCabe kaufte und restaurierte zudem das Haus von Samuel Gridley Howe in Boston, der 1824 während des griechischen Unabhängigkeitskrieges auf griechischer Seite kämpfte. Vor kurzem, im Februar 2020, wurde Robert McCabe die Ehrenbürgerschaft Griechenlands verliehen.
Mykonos. Tänzer bei einem Tauffest

McCabes Ausstellungen

McCabe hat seine Werke in London, Paris, Brüssel und auf mehreren griechischen Inseln ausgestellt. Seine Arbeiten haben sogar New York, Boston und Wyoming erreicht. Er hat zudem Bücher veröffentlicht, die eine Vielzahl von Themen in Griechenland, Italien, New York, Neuengland und der Antarktis behandeln. Derzeit arbeitet Herr McCabe an mehreren Projekten und hat zuletzt folgende Bücher veröffentlicht: „Portraits of the Greeks 1954–2017“; „The Greeks and Their Seas“. Sein neuestes Buch trägt den Titel Santorini: Portrait of a Vanished Era“.
Die Ägäis. Deckklasse an Bord der Despina

Das könnte Ihnen auch gefallen