McCabes erste Erfahrungen mit Griechenland
Ein Freund von der Princeton University gab ihm einen ersten Vorgeschmack auf die griechische Gastfreundschaft, und seitdem war er begeistert. Einige Jahre später, im Jahr 1955, wurde er beauftragt, die Kykladeninseln für National Geographic zu fotografieren. Seine berühmtesten Fotos zeigen Mykonos und Santorini, bevor diese Orte für ihre weißen Häuser, den Blick auf die Caldera und ihre legendären Sonnenuntergänge bekannt wurden. Mit Robert McCabes eigenen Worten sagt er, dass die Schönheit der griechischen Architektur und Farbpalette durch die Vorstellung davon, „wie ein niedliches griechisches Inseldorf aussehen sollte“, verloren gegangen ist. Als McCabe die Kykladen zum ersten Mal besuchte, war er zusammen mit seinem Bruder der einzige Besucher. Es gab keine Autos und nur wenige Straßen. Kameras waren damals selten, besonders in den griechischen Dörfern; wenn also ein Fotograf wie McCabe auf einen zukam, war das ein besonderes Ereignis. Robert McCabe war dafür bekannt, einfache Szenen aus dem griechischen Alltag einzufangen, wie Restaurants, lokale Geschäfte, Fischerboote und Friseurläden. McCabe merkt an, dass sich Mykonos 1955 wie ein eigenes Land anfühlte, mit „eigenen Tänzen, einer eigenen Küche, Architektur und sogar Sprache“.
McCabe über den Wandel in Griechenland
McCabe beleuchtet die Veränderungen, die er in den letzten 50 Jahren beobachtet hat: Viele Gebiete, die einst ruhige Buchten waren, sind nun mit einer Straße, einer Taverne und Sonnenschirmen ausgestattet. Er argumentiert, dass Wanderwege auf den griechischen Inseln heute eine hervorragende Möglichkeit sind, den Tourismus außerhalb der Saison zu fördern, dass manche Inseln diese jedoch zerstören. McCabe stellte fest, dass jede Insel je nach ihrem „Ausgangspunkt“ ihre eigene einzigartige Tourismus-Subkultur hat. In der Vergangenheit, als man die Inseln nur mit dem Segelboot erreichen konnte, waren sie Welten voneinander entfernt. Jede hatte ihre eigene Architektur, ihre eigene Art, Mauern zu errichten, ihre eigenen Lieder und Tänze sowie ihre eigene Poesie. Diese Traditionen kommen heute auf unterschiedliche Weise durch die lokalen Tourismusangebote zum Ausdruck.