Karpathos und Saria entwickeln sich zu Griechenlands nächsten Reisezielen für Wanderungen und Ökotourismus

Geschichte & Kultur

30.10.2025

Ein neues Kapitel für die Ägäis und die Dodekanes 

Die Dodekanes-Inseln Karpathos und Saria rücken als Griechenlands neueste Zentren für umweltfreundliches Reisen und nachhaltigen Tourismus in der Ägäis ins Rampenlicht. Ein bedeutendes neues Projekt mit dem Titel „Modernisierung der Wanderwege auf Karpathos und Saria“ wurde im Rahmen des Regionalprogramms für die Südägäis 2021–2027 genehmigt, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird. Mit einer Gesamtinvestition von fast 250.000 € wird die Initiative ein Netzwerk aus 25 miteinander verbundenen Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von über 220 Kilometern schaffen und fördern. Die Routen werden Berggipfel, Küstenwege, antike Ruinen und traditionelle Dörfer auf Karpathos und der nahegelegenen Insel Saria miteinander verbinden. Der Baubeginn ist für den 1. Mai 2026 vorgesehen, die Fertigstellung soll bis zum 31. Dezember 2027 erfolgen. 

Nachhaltiges Wachstum durch Abenteuer 

Karpathos ist bereits heute ein Ort, der sich durch kristallklares Wasser und unberührte Landschaften auszeichnet. Das neue Wanderwegnetz wird es Besuchern erleichtern, diese Schätze auf verantwortungsvolle Weise zu erkunden.   [Bildunterschrift id="attachment_285889" align="alignnone" width="527"]Villa Olea in Karpathos Villa Olea auf Karpathos[/Bildunterschrift] Wanderer werden alte Saumpfade, von traditionellen Trockenmauern gesäumte landwirtschaftliche Wege und malerische Bergrücken mit Blick auf die Ägäis durchqueren. Zahlreiche Wanderwege verbinden archäologische Stätten, abgelegene Kapellen und Aussichtspunkte miteinander und bieten eine eindringliche Reise durch das natürliche und kulturelle Erbe der Inseln.  Der Bürgermeister von Karpathos, Michalis Fellouzis, erklärte:   „Dies ist eine bedeutende Investition, die die Identität von Karpathos als Ort authentischer Erlebnisse und natürlicher Schönheit stärkt.“  Die Gemeinde Karpathos versteht dieses Projekt als Teil einer umfassenderen Strategie für nachhaltigen Tourismus, die Ökotourismus und Outdoor-Abenteuer in der Ägäis fördert. Durch die Entwicklung von Wanderwegen möchte die Insel ihre Besuchersaison verlängern und Reisende anziehen, die authentische, umweltfreundliche Erlebnisse suchen, anstatt Massentourismus. Die Arbeiten umfassen:  - Sanierung und Instandhaltung bestehender Wanderwege für einen sichereren Zugang  - Anbringung moderner Wegweiser und Informationsschilder  - Entfernung veralteter Schilder und Schaffung eines einheitlichen Wegmarkierungssystems  - Eine Sensibilisierungs- und Marketingkampagne zur Förderung des Wanderwegenetzes auf internationalen Märkten  Diese Initiative steht in vollem Einklang mit dem nationalen Politikwechsel Griechenlands hin zu einem umweltfreundlichen und erlebnisorientierten Tourismus und spricht Besucher an, die Natur, Kultur und lokale Authentizität schätzen.   Die Kriterien für die Auswahl der Routen waren wie folgt: 1. Die Einzigartigkeit und Authentizität der Landschaft, der natürlichen Formationen und der menschlichen Eingriffe. 2. Die Möglichkeit, Wanderungen mit dem Transport per Fahrzeug zu kombinieren.  3. Die Möglichkeit, Orte und Sehenswürdigkeiten von besonderem Wert entlang der Route zu besuchen.  4. Das Vorhandensein einer einfachen, aber notwendigen und qualitativ hochwertigen Infrastruktur entlang der Route. 5. Die Entfernung zu touristisch aufstrebenden und „entwickelten“ Gebieten. 6. Die Sicherheit der Besucher. 

Was ist mit der Insel Saria? 

Vielleicht hören Sie zum ersten Mal davon, aber die kleinere, unbewohnte Insel Saria, die nördlich von Karpathos liegt, ist ein versteckter Ort von wilder Schönheit und archäologischer Faszination. Einst war sie mit Karpathos verbunden, bevor sie durch Meereserosion abgetrennt wurde; heute ist sie mit dem Boot von Pigadia oder Diafani auf Karpathos aus erreichbar. Besucher können die dramatischen Klippen erkunden und in die beeindruckenden Meereshöhlen eintauchen.  Die Insel ist zwar nicht von Menschen bewohnt, beherbergt jedoch so viele Vogel- und Wildtierarten, dass sie zum Natura-2000-Schutzgebiet erklärt wurde. Saria ist ein wichtiger Lebensraum und Brutplatz für Vögel und Meeresorganismen und wurde als „Important Bird Area“ in Europa ausgewiesen, da sie eine bedeutende Anzahl seltener Raubvögel beherbergt, wie beispielsweise den Habichtsadler (Hieraaetus fasciatus), den Langbeinbussard (Buteo rufinus) und den Eleonorenfalken.  

Natur, Kulturerbe und Gemeinschaft verbinden 

Das Projekt „Modernisierung der Wanderwege auf Karpathos und Saria“ ist ein konkreter Schritt zur Neudefinition des Tourismus auf den griechischen Inseln, bei dem Wachstum und Erhaltung in Einklang gebracht werden.  Für Reisende, die nach sinnvollen, umweltbewussten Erlebnissen suchen, sind diese Inseln auf dem besten Weg, zu führenden Zielen für Wanderurlaube im östlichen Mittelmeerraum zu werden. 

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