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Haben Sie schon einmal von Griechenlands „Drachensee“ gehört?

Regionalführer

23.07.2024

Drakolimni | Photo by Tom Valk

Drakolimni, der „Drachensee“. Mit seinen hohen Gipfeln und dramatischen Klippen ist dieser Ort in Epirus ein Traum für Naturliebhaber in Westgriechenland. Er ist eines der besten Ausflugsziele für einen Tagesausflug von Ioannina oder von den vielen malerischen Orten an der ionischen Küste aus. Vergessen Sie nur nicht, Ihre Wanderschuhe mitzubringen!

Was ist Drakolimni?

Drakolimni ist einer der wenigen Bergseen Griechenlands. Er befindet sich in der Region Epirus im Pindos-Gebirge, an den Hängen des Tymfi. Der See ist etwa 15 Meter tief und wird ausschließlich durch Regenwasser sowie durch Schnee gespeist, der etwa im Juli schmilzt.

Woher hat Drakolimni seinen Namen?

Der Name des Sees ist eine Kombination aus „Drako“ (Drache) und „Limni“ (See) und bezieht sich auf die Fabel von den Drachen, die einst auf den beiden Bergen (dem Smolikas und dem Tymfi) lebten. Der Legende nach führten diese beiden Drachen Krieg gegeneinander und bewarfen sich gegenseitig mit großen Felsen und Kiefern. Ihr Kampf schuf die Bergrücken und Täler der Region.

Tierwelt am Drakolimni

Das berühmteste alpine Tier am Drakolimni ist der Alpensalamander, ein winziges Tier, das unter Naturschutz steht und von der hohen Luftfeuchtigkeit der Region profitiert. Sie sollten ihn am Ufer des Sees entdecken können. Er sieht ein wenig wie ein Drache aus, ist aber harmlos. Andere Tiere, die Sie auf den Wiesen sehen könnten, sind Bergziegen und Wildpferde, die ruhig das Gras fressen. Südlich des Berges befindet sich die Vikos-Schlucht, eines der berühmtesten Naturgebiete Griechenlands. Das Gebiet ist ein Nationalpark und beherbergt Tiere wie Bären, den Weißgeier und die Schnee-Eule.

Die Wanderung nach Drakolimni

Um nach Drakolimni zu gelangen, ist eine lange Wanderung vom Dorf Mikro Papingo aus erforderlich. Sie legen acht Kilometer zurück und überwinden dabei 1000 Höhenmeter; die Wanderung dauert vier bis fünf Stunden pro Strecke. Der Weg beginnt im Wald und öffnet sich dann zu Wiesen mit Wacholderbüschen. Je höher man kommt, desto felsiger wird die Landschaft. Entlang des gesamten Weges ist die Route gut mit Schildern und Pfeilen an den Felsen und Bäumen markiert. Es gibt auch einige Holzbänke und Unterstände, auf denen man unterwegs sitzen und sich ausruhen kann.

Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe von Drakolimni

Etwa auf halber Strecke des Wanderwegs finden Sie die Astraka-Berghütte auf fast 2000 Metern Höhe. Die Hütte ist von Mai bis Oktober geöffnet und bietet warme Mahlzeiten sowie einen Ort zum Ausruhen für Wanderer, die dort übernachten möchten. Sie ist preiswert und bietet Platz für bis zu fünfzig Personen.

Anreise zum Wanderweg

Um nach Mikro Papingo zu gelangen, benötigen Sie ein Auto, da nur sehr wenige öffentliche Busse dorthin fahren. Der Bus aus Ioannina fährt einmal alle zwei Wochen. Weitere Informationen zum Mieten eines Autos in Griechenland finden Sie in unserem vollständigen Leitfaden hier.

Der „andere“ Drakolimni

Auf dem Berg Smolikas, unweit des Tymfi, gibt es einen zweiten, kleineren Drakolimni. Dieser zweite See ist auch als Lyga bekannt, er ist tiefer als der See auf dem Tymfi und besticht durch seine beeindruckend blaue Farbe.

Über das Pindos-Gebirge

Das Pindos-Gebirge bedeckt einen großen Teil Nord- und Mittelgriechenlands. In der Pindos-Kette gibt es viele beliebte griechische Bergstädte, zu den bekanntesten zählen Metsovo und Karpenisi.

Welche Orte liegen in der Nähe von Drakolimni?

Metsovo

Metsovo ist ein großes traditionelles Dorf in der Region Epirus, auf einer Höhe von 1200 Metern im Pindos-Gebirge gelegen. Es befindet sich östlich von Drakolimni. Die Architektur in Metsovo reicht Jahrhunderte zurück, und es gibt viele Cafés und Restaurants, in denen man die Aussicht auf die Berge genießen kann. Für Wintersportler bietet Metsovo ein Skizentrum und zahlreiche Loipen zum Schneeschuhwandern. Für Feinschmecker ist Metsovo zudem für seinen berühmten lokalen Käse bekannt.

Zagorochoria

Die „Zagorochoria“ sind auch als „Zagori-Dörfer“ oder „der Ort jenseits der Berge“ bekannt. Da diese Dörfer jahrhundertelang in den Bergen versteckt lagen, bewahrten sie im Vergleich zum Rest Griechenlands einen einzigartigen Charakter und wurden durch die Berge auf natürliche Weise vor vielen Eindringlingen geschützt. Aus diesem Grund finden Sie hier lokale Speisen und Bräuche, die nur in dieser Gegend zu finden sind. Zu den beliebtesten Zagorochoria-Dörfern zählen Ano Pedina, Papigo, Vitsa, Monodendri, Asprageli, Aristi und Greveniti. Die Drakolimni am nächsten gelegenen Zagorochoria sind Papigo und Vikos.

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