Karsamstag
Viele Griechen machen sich in der Nacht des Karsamstags gegen 23.00–23.30 Uhr auf den Weg zur Kirche. Der Gottesdienst findet in der Regel im Freien statt, und die Gläubigen versammeln sich mit Kerzen und Laternen, um auf die Auferstehung zu warten.
Es herrscht eine melancholische Atmosphäre, bis der Priester um Mitternacht die Auferstehung Christi verkündet und die Gläubigen ausrufen: „Christos Anesti!“ („Christus ist auferstanden!“). Dann wird der Gottesdienst durch Glockengeläut, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und erneut durch fröhliches Hymnensingen begleitet.
Das Ostermenü
Nach dem Gottesdienst versammeln sich die Familien, um den Feiertag zu begehen und traditionelle Ostergerichte zu genießen. Eines der beliebtesten Ostergerichte in Griechenland ist Magiritsa, eine Suppe aus Lamminnereien und Kräutern. Die Suppe wird traditionell nach dem Mitternachtsgottesdienst gegessen und gilt als stärkende Mahlzeit nach der langen Fastenzeit.
Das zweifellos beliebteste Ostergericht in Griechenland ist Lammfleisch, das am Spieß gebraten oder auf vielfältige andere Weise zubereitet wird. Die Familien versammeln sich am Ostersonntag, meist im Freien, und schlemmen!
Ein weiteres wichtiges Ostergericht ist das Tsoureki, ein süßes Brot mit Orangenschale und Gewürzen.
Das Backen des Tsoureki findet gewöhnlich am Gründonnerstag oder -mittwoch statt, und das Brot wird zu einer ringförmigen Form geflochten, die die Dornenkrone symbolisiert, die Jesus während seiner Kreuzigung trug.