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Wie hoch ist der durchschnittliche Preis für ein Haus in Griechenland?

Marktinformationen

28.08.2025

Die Immobilienpreise in Griechenland variieren erheblich je nach Lage, Art der Immobilie, Zustand und Entfernung zum Meer. Anstelle eines einheitlichen Durchschnittswerts bietet der Markt eine große Bandbreite, und zu verstehen, wo Ihr Budget innerhalb dieser Bandbreite liegt, ist für jeden Käufer der sinnvollste Ausgangspunkt.

Was sagen die Daten über die Immobilienpreise in Griechenland aus?

Laut den Marktdaten von Elxis für die ersten vier Monate des Jahres 2026 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Ferienimmobilien in ganz Griechenland bei 3.398 €, was einem Anstieg von 10,8 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht. Dabei zeigt sich ein deutlich unterschiedliches Bild bei Neubauten und Bestandsimmobilien:

  • Neubauten lagen im Durchschnitt bei 4.245 €/m², wobei der durchschnittliche Vertragswert für im Bau befindliche Objekte 507.427 € erreichte – ein Anstieg von 12 % im Jahresvergleich.

  • Bestandsimmobilien lagen im Durchschnitt bei 2.550 €/m², wobei der durchschnittliche Gesamtverkaufspreis bei 251.667 € lag, was eher eine Verlagerung hin zu kleineren und erschwinglicheren Immobilien widerspiegelt als einen Rückgang des Preises pro Quadratmeter.

Auch die durchschnittlichen Ausgaben der Käufer haben sich verändert. Im Jahr 2025 beliefen sich die durchschnittlichen Ausgaben pro Käufer auf 450.000 €, was einem Anstieg von 37,3 % gegenüber 2024 entspricht. Jede vierte in diesem Jahr verkaufte Immobilie lag preislich über 600.000 €, ein Anteil, der dreimal so hoch war wie in den Vorjahren. Dies spiegelt eine wachsende Nachfrage nach hochwertigeren Wohnimmobilien in erstklassigen Lagen wider und nicht einen allgemeinen, marktweiten Preisanstieg. Nach Angaben der Bank von Griechenland stiegen die Preise für Wohnungen im Jahr 2025 um durchschnittlich 7,8 %. Die regionalen Unterschiede waren erheblich: Thessaloniki verzeichnete im vierten Quartal 2025 ein Wachstum von 8,0 %, verglichen mit 5,9 % in Athen.

Wie unterscheiden sich die Preise je nach Region?

Kreta bleibt eines der beliebtesten Reiseziele für internationale Käufer. Basierend auf den Transaktionsdaten von Elxis lag der durchschnittliche Immobilienpreis auf Kreta in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 bei 456.600 €, was einem Anstieg von 3,3 % gegenüber den 442.000 € im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht.

Athen und Thessaloniki repräsentieren das städtische Marktsegment. Thessaloniki bietet vergleichsweise niedrigere Preise als Athen bei gleicher städtischer Infrastruktur und ähnlicher Lebensqualität – eine zunehmend attraktive Option für Käufer, die Qualität ohne das Preisniveau von Athen suchen.

Der Peloponnes und die Küstenregionen des Festlandes bieten erschwinglichere Einstiegsmöglichkeiten. Mit einem Budget von rund 250.000 € lässt sich in Regionen wie dem Peloponnes ein attraktives Haus in Meeresnähe erwerben, während man für 600.000 € in der Regel eine freistehende Villa mit Meerblick, privaten Außenbereichen und in vielen Fällen einem Swimmingpool erhalten kann.

Die Ionischen Inseln, darunter Korfu, stoßen weiterhin auf großes internationales Interesse und liegen preislich über dem ionischen Durchschnitt, was die gut ausgebaute Infrastruktur und die ganzjährige Attraktivität der Inseln widerspiegelt.

Die Kykladen, Santorin, Mykonos und der gesamte Archipel bleiben das teuerste Segment des griechischen Marktes, was auf die begrenzte Verfügbarkeit von Grundstücken, ihren Kultstatus und die starke internationale Nachfrage zurückzuführen ist.

Was kaufen Käufer eigentlich?

Das Nachfrageprofil hat sich erheblich verändert. Den Marktbeobachtungen von Elxis zufolge zeigen Käufer ein wachsendes Interesse an kleineren Immobilien, an Neubauwohnungen mit einer Fläche von 60 bis 70 m² und zwei Schlafzimmern sowie an noch kleineren Einheiten mit einer Fläche von 35 bis 45 m² und einem Schlafzimmer. Diese bieten einen erschwinglichen Einstieg und eignen sich gut für die Kurzzeitvermietung. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Immobilien mit einer Fläche von mehr als 150 m² zurückgegangen. Die Größe allein ist kein entscheidender Vorteil mehr. Käufer bewerten Immobilien zunehmend danach, wie praktisch sie zu unterhalten sind, wie oft sie realistisch genutzt werden und wie gut sie sich als Mietobjekte eignen.

Neuere Immobilien werden eindeutig bevorzugt, d. h. solche, die sich im Bau befinden oder innerhalb der letzten fünf Jahre fertiggestellt wurden. Moderne Baustandards, eine bessere Energieeffizienz, geringerer Instandhaltungsaufwand und zeitgemäßes Design werden durchweg geschätzt. Schwimmbäder, Terrassen, Privatsphäre und gute Parkmöglichkeiten haben sich bei internationalen Käufern von Luxusmerkmalen zu Standardanforderungen entwickelt.

Was können Sie sich mit Ihrem Budget realistisch gesehen leisten?

  • Für rund 250.000 € erhalten Sie moderne Wohnungen, kleinere Einfamilienhäuser, renovierte Dorfhäuser oder Neubauten in Regionen wie Kreta, dem Peloponnes und ausgewählten Inseln. An den begehrtesten Lagen direkt am Meer ist die Auswahl in dieser Preisklasse möglicherweise eingeschränkter.

  • Für rund 400.000 € erhalten Sie Einfamilienhäuser oder Villen mit Außenwohnbereichen, Meer- oder Landschaftsblick, privaten Parkplätzen und in einigen Fällen einem Swimmingpool. In dieser Preisklasse wird das Vermietungspotenzial für viele Käufer zu einem wichtigen Faktor, insbesondere an Reisezielen wie Kreta, Lefkada, Messinia und Parga.

  • Ab ca. 600.000 €: ein stärkeres Marktsegment, in dem Qualität, Lage und Komfort deutlicher in Einklang stehen. Freistehende Villen, größere Neubauten, Meerblick, private Außenbereiche und Swimmingpools sind in dieser Preisklasse in Regionen wie Kreta, Lefkada, Rhodos und dem Peloponnes realistisch.

Zusätzliche Kosten, die Sie einplanen sollten

Der Kaufpreis ist nicht die einzige Kostenposition. In der Regel sollten Käufer etwa 10 % des Kaufpreises einkalkulieren, um einmalige Transaktionskosten zu decken, darunter die Grunderwerbsteuer (3,09 %* des Kaufpreises oder des steuerpflichtigen Wertes, je nachdem, welcher Wert höher ist), Notargebühren (ca. 2 %), Grundbuchgebühren (ca. 0,5 %) sowie Anwaltshonorare (1–2 % zzgl. MwSt.).

*Wichtige Aktualisierung: Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat angekündigt, dass die Grunderwerbsteuer für Käufe durch Nicht-EU-Bürger auf 15 % angehoben werden soll; die Änderung soll voraussichtlich ab dem 1. Januar 2027 gelten. Die Durchführungsbestimmungen wurden noch nicht veröffentlicht, sodass der endgültige Geltungsbereich – einschließlich der Behandlung von Grundstücken und Gewerbeimmobilien – noch nicht bestätigt ist.

Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Für Fragen, die Ihre konkrete Situation betreffen, empfehlen wir Ihnen, gegebenenfalls einen Rechtsanwalt, Steuerberater oder Notar zu konsultieren.

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