Kurzzeitvermietungen in Griechenland haben sich von einem Reisetrend zu einer tragenden Säule der Tourismuswirtschaft des Landes entwickelt. Einst als Nebenbeschäftigung für einige wenige städtische Gastgeber angesehen, tragen Kurzzeitvermietungen heute erheblich zum nationalen Einkommen bei, unterstützen Zehntausende von Arbeitsplätzen und verändern die Art und Weise, wie Reisende das Land das ganze Jahr über erleben. Sie können auch erkunden unser vollständiger Leitfaden über griechische Kurzzeitvermietungen.
Lassen Sie uns über Zahlen sprechen. Nach Angaben des griechischen Verbands der Sharing Economy (SODIA) trägt der Sektor inzwischen schätzungsweise 11 Mrd. EUR jährlich zur griechischen Wirtschaft bei und bietet rund 95 000 Arbeitsplätze. Was diese Zahl so bemerkenswert macht, ist die Tatsache, dass die meisten Gastgeber keine Großinvestoren sind, sondern ganz normale Bürger: Familien, Rentner und junge Paare, die ein Haus oder eine Wohnung, oft geerbt, vermieten, um ihr Einkommen aufzubessern.
Lokaler Nutzen und Auswirkungen auf die Gemeinschaft
Eine Studie der Athens University of Economics and Business (AUEB) zeigt, dass Kurzzeitvermietungen Einnahmen generieren, die größtenteils in den lokalen Vierteln bleiben. Die Gäste geben ihr Geld in Cafés, Mini-Märkten, Taxis, Reinigungsdiensten und lokalen Geschäften aus und schaffen so einen Wertschöpfungskreislauf, der eher kleine Unternehmen als multinationale Hotelketten unterstützt.
In vielen Fällen hilft dieses Einkommen den Griechen, Familienimmobilien zu erhalten oder zu renovieren, die sonst leer stehen würden. Etwa 80% der Gastgeber besitzen nur ein oder zwei Angebote, was den kleinen, gemeinschaftsbasierten Charakter des Sektors unterstreicht.
SODIA betont, dass Kurzzeitvermietungen eher eine Ergänzung als eine Konkurrenz zu Hotels darstellen. Die Auslastung der Hotels in Griechenland ist nach wie vor hoch, und es werden weiterhin neue Häuser eröffnet, was darauf hindeutet, dass beide Sektoren gemeinsam florieren können. Die Vielfalt an Unterkünften, Luxusresorts, Boutique-Hotels und Mietwohnungen hat den griechischen Tourismus insgesamt gestärkt und zieht ein breiteres Spektrum an Besuchern und Budgets an.
Aktuelle Daten zeigen stetiges Wachstum über die Sommersaison hinaus
Jüngste Daten des Analyseunternehmens AirDNA bestätigen, dass die Nachfrage nach griechischen Kurzzeitmietwohnungen auch nach der Sommerspitze stark bleibt. Im September 2025 stieg die Nachfrage im Jahresvergleich um 4,3%, während das Angebot um 3,9% zunahm, was eine ausgewogene und nachhaltige Expansion zeigt.
Dieser Trend signalisiert eine Ausweitung des griechischen Tourismuskalenders. Die Besucher verlängern ihre Aufenthalte bis in den Frühling und Herbst, angezogen vom milden Wetter, den niedrigeren Preisen und dem geringeren Besucherandrang. In Athen zum Beispiel stieg die Nachfrage in den “Schultermonaten” (März-Mai und September-Oktober) von 39% im Jahr 2019 auf 41% im Jahr 2024. Ein ähnliches Wachstum wurde in Reisezielen wie Rhodos beobachtet, wo die Reisenden die kühleren Monate den Hitzewellen der Hochsaison vorziehen.
Während die durchschnittliche Tagesrate (ADR) leicht auf 169 € und der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) auf 100 € zurückging, blieb die Gesamtbelegung mit 59% gesund, ein Beweis für einen Markt, der reift und sich an den ganzjährigen Tourismus anpasst, anstatt sich nur auf den Spitzenwert von 76% im August zu verlassen.
Kurzzeitvermietung als bedeutender Beitrag zur griechischen Wirtschaft
Wirtschaftlich gesehen macht die Kurzzeitvermietung heute etwa ein Zwanzigstel des griechischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus - eine beachtliche Zahl für eine Tätigkeit, die vor zwei Jahrzehnten kaum existierte. Über den direkten Wert von 11 Milliarden Euro hinaus unterstützt der Sektor ein breites Netz von Reinigungskräften, Wartungsteams, Fahrern und lokalen Zulieferern, was ihn zu einem der integrativsten Bereiche der Tourismusindustrie macht.
Im Folgenden sind einige der wichtigsten Vorteile aufgeführt, die Kurzzeitmieten für die griechische Wirtschaft mit sich bringen:
- 11 Milliarden € pro Jahr (1/20 des BIP): Der Gesamtbeitrag der Kurzzeitvermietung zur griechischen Wirtschaft.
- Lokale Ausgaben: Jeder Gast unterstützt Cafés, Geschäfte, Taxis und Reinigungsdienste in der Nähe und sorgt dafür, dass der Wohlstand im Viertel bleibt und nicht an multinationale Konzerne fließt.
- Mehr als 95.000 Arbeitsplätze: Von Reinigungskräften und Fahrern bis hin zu Bäckern und Technikern sind Tausende von Menschen auf die Kurzzeitvermietung angewiesen, um ein Einkommen zu erzielen.
- Komplementäre Hotels: Die Hotelauslastung liegt nach wie vor bei über 90%, und jedes Jahr werden neue Hotels eröffnet - ein Beweis dafür, dass Kurzzeitvermietungen und Hotels nebeneinander bestehen und das touristische Ökosystem gemeinsam stärken können.
- Förderung des Inlandsreiseverkehrs: Erschwingliche Kurzzeitangebote ermöglichen es mehr Griechen, ihr Land mit der Familie zu erkunden, und machen den Tourismus für alle zugänglich.
Eine nachhaltige Zukunft für den griechischen Tourismus
Der Erfolg von Kurzzeitmieten spiegelt die allgemeine Entwicklung des griechischen Tourismus wider. Das Land bewegt sich auf ein vielfältigeres, ganzjähriges Reisemodell zu, das von lokalen Gastgebern und kleinen Unternehmen unterstützt wird, die ihre Gewinne in der Gemeinde belassen. Für internationale Besucher und ausländische Hausbesitzer ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten, sowohl das authentische griechische Leben zu erleben als auch an einem Markt teilzuhaben, der lokale Verbundenheit, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft schätzt.















