Neues EU-Einreise-/Ausreisesystem: Was Nicht-EU-Reisende nach Griechenland wissen müssen

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15.10.2025

New EU Entry/Exit System

Wenn du zu den vielen Leuten gehörst, die gerne nach Griechenland reisen, um die Sonne, das Meer und all die schönen Orte zu genießen, solltest du vor deiner nächsten Reise etwas Neues wissen. Ein neues EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) wurde am 12. Oktober 2025 offiziell in ganz Griechenland und allen Schengen-Ländern eingeführt und wird bis April 2026 schrittweise für alle Nicht-EU-Reisenden umgesetzt. Diese neuen Verfahren gelten nicht für Bürger oder Einwohner von EU- oder Schengen-Ländern, die weiterhin wie bisher reisen können.


Diese digitale Neuerung ersetzt das traditionelle Abstempeln von Pässen durch eine moderne biometrische Kontrolle an der Grenze. Das klingt vielleicht etwas technisch, aber hier ist, was es für häufige Besucher Griechenlands und ausländische Immobilienkäufer aus Nicht-EU-Ländern wirklich bedeutet.

Was ist der Schengen-Raum?

Der Schengen-Raum ist ein Gebiet mit 29 europäischen Ländern, die die Kontrollen an den Binnengrenzen abgeschafft haben, sodass man sich frei zwischen ihnen bewegen kann. Es gibt zwar keine Pass- oder Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedsländern, aber es gibt Kontrollen bei der Ein- und Ausreise aus dem gesamten Gebiet. Diese Länder sind:


Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und die Schweiz.

Was ist mit dem neuen EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES)?

Das EES ist ein neues automatisiertes IT-System, das entwickelt wurde, um Grenzübertritte von Nicht-EU-Bürgern, die für einen Kurzaufenthalt in den Schengen-Raum einreisen, zu überwachen und zu erfassen. Das Einreise-/Ausreisesystem (EES) gilt für Drittstaatsangehörige, die sich für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in Schengen-Ländern aufhalten. Zu diesem Raum gehören die EU-Mitgliedstaaten mit Ausnahme von Irland und Zypern sowie die Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen.


Tschüss Passstempel, hallo intelligente Grenzen 

Von jetzt an wird jedes Mal, wenn Nicht-EU-Bürger (einschließlich Reisende aus Großbritannien, den USA, Kanada und Australien) in den Schengen-Raum ein- oder ausreisen, ihr Besuch elektronisch erfasst.


Das System speichert bei der ersten Ankunft deinen Gesichtsscan und deine Fingerabdrücke. Diese Daten werden sicher gespeichert, sodass du bei der nächsten Einreise nur noch in die Kamera schauen musst – keine Fingerabdrücke, keine Stempel, kein Aufwand. Stell dir das wie eine Schnellabfertigung an der Grenze vor, ähnlich wie Flughäfen immer digitaler und effizienter werden.


Die neue Grenzkontrolle Schritt für Schritt 

Bei deiner ersten Einreise unter dem neuen System läuft es so ab: 

1. Du zeigst deinen Reisepass an der griechischen Grenze vor.

2. Die Grenzbeamten erfassen dein Gesichtsbild und deine Fingerabdrücke.

3. Die Daten werden für zukünftige Besuche sicher gespeichert.


Beim nächsten Mal wirst du einfach anhand deines Gesichts erkannt, was den Vorgang schneller und komplett digital macht. Kinder unter 12 Jahren werden nur mit einem Foto registriert. Das Ziel ist, das Reisen schneller, sicherer und zuverlässiger zu machen, vor allem für Leute, die oft nach Griechenland fliegen.

Wer ist betroffen und wer nicht? 

Das Einreise-/Ausreisesystem gilt für Nicht-EU-Bürger, aber es gibt ein paar Ausnahmen, die du kennen solltest:


– EU-Bürger sowie Bürger Zyperns und Irlands sind davon ausgenommen.

– Leute mit Langzeitvisa oder griechischen Aufenthaltsgenehmigungen (einschließlich Inhaber eines Golden Visa) sind nicht betroffen.

– Studenten, Forscher, Freiwillige und Personen, die innerhalb eines Unternehmens versetzt werden, sind ebenfalls ausgenommen.

– Drittstaatsangehörige mit einer Aufenthaltskarte oder -genehmigung, die direkte Verwandte eines Drittstaatsangehörigen sind, der das Recht auf Freizügigkeit in Europa hat.

– Staatsangehörige von Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstadt sind ebenfalls ausgenommen.


Kurz gesagt: Wenn du nur zum Vergnügen, geschäftlich oder zur Besichtigung von Immobilien nach Griechenland reist, gilt das System für dich, aber es soll das Reisen einfacher machen, nicht schwieriger.


Wenn du als ausländischer Käufer Immobilien in Griechenland besichtigst, reist du wahrscheinlich mit einem Visum für einen kurzfristigen Aufenthalt oder im Rahmen einer visumfreien Regelung ein (in der Regel bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen).


Das EES-System verfolgt automatisch, wie lange du dich im Land aufgehalten hast, und stellt so die Einhaltung der Schengen-Vorschriften sicher. Das bedeutet, dass es keine Unklarheiten mehr darüber gibt, „wie viele Tage du noch bleiben darfst“, bevor du ausreisen musst.


Für digitale Nomaden, Rentner oder diejenigen, die Immobilienbesichtigungen und rechtliche Verfahren über mehrere Reisen hinweg verwalten, sorgt dies für Klarheit und Transparenz und verhindert versehentliche Überschreitungen der Aufenthaltsdauer oder falsch gezählte Passstempel.


Das neue System mag streng klingen, aber in Wirklichkeit soll es das Reisen vereinfachen und die Sicherheit erhöhen. Für Griechenland, ein Land mit Millionen von Besuchern pro Jahr, unterstützt diese Neuerung ein sichereres und transparenteres Reisen und passt perfekt zur zunehmenden digitalen Transformation Griechenlands.

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