Die Meltemi-Winde in Griechenland

Regionale Reiseführer

09.03.2025

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„Meltemi“ ist der Name der Winde, die typischerweise in der Ägäis auftreten. Sie sind trocken und saisonal, und wenn du schon mal auf den Kykladen (wie Santorini, Mykonos, Paros oder Tinos) warst, hast du diese Brise wahrscheinlich schon mal gespürt – oder bist sogar davon umgeworfen worden! In einigen Teilen des Landes können die Meltemi-Winde Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Wenn du Segler bist und mit der Beaufort-Skala vertraut bist, kannst du dir vorstellen, dass die Meltemi-Winde eine Stärke von 7 bis 8 Beaufort erreichen können. Um dir eine Vorstellung davon zu geben, wie stark diese Winde sind: Winde der Stärke 7 Beaufort können dich umwerfen oder sogar wegfegen.

Wie entstehen die Meltemi-Winde?

Es wird gesagt, dass die Kanäle zwischen den Kykladeninseln dazu führen, dass der Wind an Geschwindigkeit zunimmt. Die Winde sind saisonal und am stärksten im Juli und August. Wissenschaftlich gesehen wird der Meltemi-Wind durch eine Mischung aus der tief liegenden Hitze in Indien und den Wetterbedingungen im Nahen Osten verursacht. Die lokalen Windverhältnisse werden auch von der Vegetation beeinflusst. Ist dir schon mal aufgefallen, dass verschiedene Regionen Griechenlands unterschiedliche Vegetation haben? Die Ionischen Inseln sind zum Beispiel üppig bewachsen und haben viel Grün, sodass sich das Land nur langsam erwärmt. Dadurch entsteht eine weniger starke Brise als in der Ägäis und auf den Kykladen, wo das Land karg und felsig ist. Die Meltemi-Winde lassen in der Regel nachts nach und sind tagsüber, besonders mittags, stärker.

Warum der Name „Meltemi”?

Früher waren die Meltemi-Winde als „Etesia” bekannt, was so viel wie „jährlich” bedeutet. Was das heutige Wort betrifft, sagen einige, dass „Meltemi” aus dem Türkischen kommt, während andere behaupten, es sei lateinisch und bedeute so viel wie „schlechtes Wetter”.

Die Nachteile der Meltemi-Winde

Wenn die Meltemi-Winde voll aufkommen, kann es aus Sicherheitsgründen zu Verspätungen bei Booten und Fähren kommen. Das solltest du bedenken, wenn du deine Schnellfähren durch die griechischen Inseln planst, damit du pünktlich an deinem Ziel ankommst. Selbst das Faulenzen am Strand kann bei so starken Winden gefährlich sein. Zumindest ist das Sitzen am Strand während der Meltemi-Winde unangenehm, da dir Sand ins Gesicht und in die Augen geweht werden kann.

Die Meltemi-Winde nutzen

Die beste Art, die Meltemi-Winde zu genießen, ist, aufs Wasser zu gehen. Wenn du Segler bist, gibt es auf den Kykladen viele Möglichkeiten, ein eigenes Boot zu mieten. Santorini, Paros, Mykonos und Tinos sind beliebte Gebiete, um mit dem Boot zu fahren. Wenn du nicht weißt, wie man ein eigenes Boot auf den griechischen Inseln steuert, kannst du jederzeit einen Ausflug mit einem lokalen griechischen Kapitän chartern. Ein paar mögliche Routen sind hier beschrieben

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